Vermietung und Verkauf – Abgelaufene Energieausweise erneuern

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Im Jahr 2007 wurden die ersten Energieausweise ausgestellt. Wer jetzt ein Haus oder eine Wohnung neu vermietet oder verkauft, muss den Ausweis unter Umständen erneuern – und neue Vorgaben beachten.

Die ersten Energieausweise laufen ab: Mit der Energieeinsparverordnung EnEV 2007 wurden sie schrittweise eingeführt. Ein ausgestellter Ausweis ist jeweils zehn Jahre lang gültig. „Wer also jetzt eine Wohnung oder ein Haus vermietet oder verkauft, sollte prüfen, ob der Energieausweis noch gültig ist“, sagt Susanne Frey vom Energiedienstleister Minol. „Unter Umständen braucht die Immobilie einen neuen Ausweis.“ Dabei muss der Verkäufer oder Vermieter die Vorgaben der aktuellen Energieeinsparverordnung EnEV 2014 beachten. Die Gestaltung der Ausweise hat sich verändert: Das Farbband, auf dem der energetische Zustand des Hauses markiert ist, wurde verkürzt. „Das führt dazu, dass das Gebäude auf der Skala von Grün bis Rot strenger bewertet wird als in älteren Energieausweisen“, sagt Frey. „Ein Haus, das früher im grünen Bereich war, kann bei unverändertem Kennwert jetzt im gelben Bereich liegen.“ Außerdem wird das Haus jetzt einer Energieeffizienzklasse von A+ bis H zugeordnet, so wie Verbraucher es bereits von Haushaltsgeräten kennen.

Neu ist auch, dass Vermieter und Verkäufer schon in der Immobilienanzeige bestimmte Kennwerte aus dem Energieausweis angeben müssen: die Art des Ausweises (Verbrauchs- oder Bedarfsausweis), den entsprechenden Energie-kennwert (in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr), den Hauptenergieträger der Heizung (z. B. Erdgas), das Baujahr des Wohnhauses und bei neuen Ausweisen auch die Energieeffizienzklasse. Spätestens beim Besichtigungstermin muss der Energieausweis Kauf- oder Mietinteressenten dann unaufgefordert vorgelegt werden.

Nach wie vor dürfen die meisten Eigentümer frei zwischen Verbrauchs- und Bedarfsausweis wählen. Nur bei Immobilien mit weniger als fünf Wohnungen und Bauantrag vor dem 1. November 1977, die seither nicht energetisch modernisiert wurde, ist der Bedarfsausweis Pflicht. Der günstigere Verbrauchsausweis beruht auf dem tatsächlichen Energieverbrauch des Gebäudes in den vergangenen drei Jahren. Der teurere Bedarfsausweis wird durch ein technisches Gutachten der Immobilie ermittelt. „Wir raten zum Verbrauchsausweis, wenn Eigentümer das Dokument vorrangig zur Information der Käufer und Mieter benötigen, und zum Bedarfsausweis, wenn sie sich genauer über die energetischen Schwachstellen ihres Hauses informieren möchten und eine Sanierung planen“, sagt die Fachfrau.

Weitere Informationen unter: www.minol.de/energieausweis-hug
Foto: Minol

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