Behördenanordnung – Verwalter muss gegen Schimmel vorgehen

0

Wenn ein Verwalter mit der umfassenden Verwaltung von Wohneigentum beauftragt ist, dann hat das rechtliche Konsequenzen. So kann gegen ihn eine behördliche Instandsetzungsanordnung wegen Schimmel­befalls ergehen. In dieser Hinsicht steht der Verwalter dem Eigentümer gleich (VG Köln, Az. 16 K 7977/16).

Der Fall: Die Behörden stellten bei einer Ortsbesichtigung fest, dass eine Wohnung erheblichen Schimmelbefall aufwies. Das Amt forderte unter Fristsetzung Verwalter und Eigentümer zur Mängelbeseitigung auf. Als nichts geschah, folgte eine Instandsetzungsanordnung. Doch der Verwalter erklärte, ohne Zustimmung des Eigentümers könne er nicht tätig werden.

Das Urteil: Die Verwaltungsrichter entschieden auf Grund ­einer Klage des Verwalters, dass dieser sehr wohl der geeignete ­Adressat für die erfolgte Instandsetzungsanordnung gewesen sei. Er habe nach einer Beauftragung sowohl durch die Gemeinschaft als auch durch den Einzeleigentümer unzweifelhaft die erforderliche Verfügungsgewalt besessen.

Textquelle: LBS,
Bildquelle: burdun©AdobeStock

Kommentare sind geschlossen.