Bis zu 45 Prozent Zuschuss – Ein feuriger Gasbrennwert-Hybrid mit Wohlfühlgarantie

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Seit im Jahr 2020 die Förderung der BAFA (Bundesanstalt für Ausfuhrkontrolle und Förderung) von einem Pauschalbetrag auf prozentuale Fördersätze – bis zu 45 Prozent Zuschuss der Sanierungskosten – umgestellt wurde, ist in Deutschland die Heizungssanierungsrate deutlich angestiegen. In 2021 wurde die Förderung mit der Unterbringung im sogenannten BEG (Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude) nochmals auf eine neue Basis gestellt. Die prozentualen Fördersätze wurden um weitere 5 Prozent erhöht, wenn im Vorfeld ein Energieberater eingeschaltet und ein sogenannter „individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)“ erstellt wird. Dadurch sind jetzt z.B. bei Wärmepumpenanlagen Fördersätze bis zu 50 Prozent möglich.

Nicht jede Heizung passt zu jedem Haus

Sofern ein Haus wärmegedämmt ist und im besten Fall sogar eine Fußbodenheizung aufweist, sind Wärmepumpen (Luft-, Wasser- oder Erdwärme) kombiniert mit einer Photovoltaikanlage sicherlich eine effiziente und zukunftsorientierte Wahl für ein neues Heizungssystem. Für ungedämmte Häuser ab Baujahr 1975, in denen keine Fußbodenheizung vorhanden ist, sind sogenannte Hybridheizungen, bei denen Gasbrennwertgeräte mit Luft-Wärmepumpe oder Solarthermie-Anlage kombiniert werden, eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Alternative. Deren Fördersätze sind nur 5 Prozent geringer als bei reinen Wärmepumpensystemen. Bei ungedämmten älteren Häusern eignen sich besonders Gas-Hybridheizungen in Kombination mit wasserführenden Pelletkaminöfen, da letztere auch bei hohen Systemtemperaturen bis zu 80 °C noch wirtschaftlich und effizient betrieben werden können. Selbstverständlich kann der Pelletkaminofen auch in Niedertemperatursystemen mit Fußbodenheizung eingesetzt werden.

Der Bund fördert

Ein Gasbrennwertgerät kombiniert mit einem wassergeführten Pelletkaminofen wird in den aktuellen Förderrichtlinien (BEG Einzelmaßnahmen) als “Gas-Hybridheizung“ bezeichnet und ermöglicht 30 Prozent Zuschuss auf die kompletten Anlagenkosten mit Material- und Arbeitskosten inkl. MwSt. Das beinhaltet auch die sogenannten “Umfeldmaßnahmen“ wie neue Heizköper oder Umbau auf Fußbodenheizung sowie der erforderliche Brennwertkamin oder die Regelungsoptimierung über Smart Home. Fördervoraussetzung ist ein Leistungsanteil des Pelletkaminofens von mindestens 25 Prozent an der Gebäudeheizlast. Bei einem Umstieg von Öl auf Gas erhöhen sich die Kostenzuschüsse sogar auf 40 Prozent, was auch den Ausbau und die Entsorgung der Öltanks und eine Verlegung des Gasanschlusses mit einbezieht. Wird vorab ein iSFP erstellt, erhöhen sich die Förderzuschüsse um weitere 5 Prozent auf maximal 45 Prozent. Wird ein wasserführender Pelletkaminofen an eine vorhandene Heizung ergänzt, wird er als „Biomasseanlage“ gefördert mit max. 50 Prozent Förderzuschuss.

Das Land Baden-Württemberg fördert

Baden-Württemberg ist neben Schleswig-Holstein und Hamburg das einzige Bundesland, das bei Austausch des Heizwärmeerzeugers einen regenerativen Deckungsanteil von 15 Prozent fordert. Diese gesetzliche Vorgabe über das sogenannte EWärmeG (Erneuerbare Wärme Gesetz) kann auch über eine Einzelraumfeuerung komplett erfüllt werden, wenn mindestens 30 Prozent der Wohnfläche damit beheizt werden oder diese über einen Wasserwärmetauscher (Wassertasche) verfügen und damit Wärme ins Zentralheizungssystem abgeben. Somit muss kein teures Biogas integriert oder ein Sanierungsfahrplan für das Gebäude erstellt werden, um das EWärmeG zu erfüllen. Anerkannt werden festvermauerte Kaminöfen (Kachelofen) oder automatisch beschickte Pelletöfen. Nicht fest vermauerte Kaminöfen, wie z.B. ein Schwedenofen, werden vom Gesetz nicht als regenerative Wärme anerkannt.

Außen edel, innen effizient, nach draußen emissionsarm

Buderus, eine Marke der Bosch Thermotechnik, hat mit dem Logastyle Lamina einen wassergeführten Pelletkaminofen auf den Markt gebracht, der Technik, Effizienz und Design mit schwarzer Glasverkleidung gekonnt verbindet. Der Lamina weist eine Nennheizleistung von 9,3 kW auf, davon gehen ca. ein Viertel als angenehme Strahlungswärme in den Wohnraum und ca. Dreiviertel über den Wasserwärmetauscher in das Heizungssystem. Für die Gashybridförderung im BEG können somit Häuser bis zu 37 kW Heizlast abgedeckt werden. Auf diese Weise unterstützt der Kaminofen in der Übergangszeit und im Winter die Raumheizung und die Warmwasserbereitung. Eine wichtige Voraussetzung für die Förderung ist eine Unterschreitung der staubförmigen Emissionen im Abgas von max. 15 mg/m3, welche der Lamina mit max. 3 mg/m3 deutlich unterschreitet. Über ein Display können die Wärmemenge, Heizleistung sowie die Menge der verbrannten Pellets abgelesen werden.

Vorkonfektioniertes Gasbrennwert-Hybridsystem

Der wassergeführte Pelletkaminofen kann über das Gasbrennwert-Hybridsystem GBH192iT – das ebenfalls über eine schwarze Glasfront verfügt – hydraulisch eingebunden werden. Alternativ kann darüber auch eine thermische Solaranlage oder zukünftig auch eine Luft-Wärmepumpe eingebunden werden. Über einen integrierten 400 Liter Pufferspeicher wird die regenerative Wärme effizient gespeichert und in das Heizungssystem oder in die Brauchwarmwasserbereitung eingespeist. Mit dem intuitiven Systemregler RC310 können die verbrauchten Endenergien (Gas und Pellets) im Verhältnis zur erzeugten Wärmeenergie ausgewertet werden. Über einen integrierten Internetanschluss ist es möglich, das Hybridsystem auch über die App MyBuderus aus der Ferne zu steuern und zu kontrollieren.

Fazit: Noch nie waren die staatlichen Zuschüsse für eine Heizungssanierung so lukrativ wie in 2021. Für Gasbrennwert-Hybride gibt es staatliche Kostenzuschüsse mit 30 Prozent auf die komplette Installation der Heizungsanlage inkl. Wärmeverteilung. In Verbindung eines Umstiegs von Öl auf Gas erhöhen sich die Kostenzuschüsse auf 40 Prozent und bei Vorlage eines individuellen Sanierungsfahrplans sogar auf 45 Prozent. Das feurige Hybridsystem aus Gasbrennwertgerät und wassergeführten Pelletkaminofen kann auch wirtschaftlich und effizient mit Heizkörper in Verbindung mit (sehr) hohen Vorlauftemperaturen betrieben werden. Und ganz nebenbei hat man eine wohlige Wärme im Wohnzimmer und kann damit auch das EWärmeG in Baden-Württemberg zu 100 Prozent erfüllen.

Weiterführende Informationen und geeignete Fachpartner für die Installation des Gas-Brennwert-Hybridsystems unter www.buderus.de                       

Text: Dr. Rainer Henzler, Buderus Deutschland
Foto: Buderus

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