Carport: Wie lässt sich die Überdachung für das Auto selbst bauen?

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Wer einen eigenen Pkw besitzt, möchte dafür natürlich auch einen sicheren Stellplatz haben. Doch es muss nicht immer eine Garage sein. Ein moderner Carport ist die perfekte Alternative zu Garage und Stellplatz unter freiem Himmel. Zur Errichtung dieser praktischen Überdachung für das Auto braucht es nicht zwingend einen Profi. Mit der richtigen Bauanleitung und etwas handwerklichem Geschick lässt sich ein Carport für das eigene Fahrzeug ganz einfach selbst errichten.

Was ist ein Carport?

Nicht nur das Smart Home ist in aller Munde, sondern auch der Carport. Zwar ist die Garage wohl der bekannteste Autoabstellplatz, aber der Carport ist mittlerweile genauso beliebt. Mit diesem Begriff ist ein überdachter Unterstand für Pkws gemeint, der sich aus Pfeilern und einem aufliegenden Dach zusammensetzt. Im Gegensatz zur Garage zeichnet er sich durch eine offene Einfahrt aus.

Somit ist der Carport die goldene Mitte zwischen abschließbarer Garage und völlig offenem Autoabstellplatz. Wem sich also keine Parkmöglichkeit in einer Garage bietet und wer sein Fahrzeug trotzdem vor Wind und Wetter schützen möchte, sollte die Errichtung eines Carports in Erwägung ziehen. Der überdachte Kfz-Stellplatz überzeugt u. a. mit diesen Vorteilen:
– Belüftung
Weil der Carport nicht vollkommen geschlossen ist, kann jederzeit Frischluft an den Abstellplatz gelangen. So entstehen – anders als in Garagen – keine unliebsamen Gerüche und nach einer Fahrt im strömenden Regen trocknet der Pkw schneller.
– Nutzungsmöglichkeiten
Der Carport kann vielseitig genutzt werden. Er bietet nicht nur genügend Platz für das Auto selbst, sondern auch für Rasenmäher und andere Gartengeräte. Fahrräder, Mopeds und Motorräder können hier ebenfalls sicher abgestellt werden.
– Schutzfunktion
Obwohl der Carport an einer Seite offen ist, schützt er den Pkw trotzdem ausgezeichnet vor verschiedenen Witterungsverhältnissen. So ist das Auto bestens abgeschirmt vor Hagel, Regen, Schnee, Sturm und direkter Sonneneinstrahlung.

Carport selber bauen – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Bevor es an die Umsetzung des persönlichen Bauprojekts geht, muss der Carport genauestens geplant werden. So sollte zunächst überlegt werden, wie viel Platz für die überdachte Parkmöglichkeit zur Verfügung steht. Aber: In vielen deutschen Bundesländern darf ein Carport nur unter bestimmten Voraussetzungen errichtet werden und häufig ist dafür eine eigene Baugenehmigung erforderlich.

Sobald die Erlaubnis für einen Carport jedoch eingeholt und eine geeignete Fläche ausgewählt wurde, fällt also der offizielle Startschuss für die Errichtung. Die notwendigen Materialien und Werkzeuge können beschafft und der Carport in den nachfolgenden Schritten errichtet werden.

Materialien und Werkzeuge bereitlegen

Wie bei jedem DIY-Projekt braucht es bestimmte Materialien und Werkzeuge – so ist das bei einem Carport nicht anders. Der überdachte Pkw-Stellplatz besteht in der Regel aus einem betonierten Fundament, einem hölzernen Grundgerüst und einer wettertauglichen Überdachung. Für die Errichtung des Carports braucht es deshalb:

  • senkrechte Pfosten:
    8 Kanthölzer (10 x 10 x 280 cm)
  • waagrechte Balken:
    2 Kanthölzer (10 x 10 x 300 cm)
    2 Kanthölzer (10 x 10 x 490 cm)
  • Stützstreben:
    12 Kanthölzer (10 x 10 x 80 cm)
  • Dachbalken:
    5 Dachbalken (6 x 12 x 300 cm)
    8 Balkenschuhe
    Beton für das Fundament
  • Dachabdeckung:
    hochwertige Wellplaten aus Kunststoff
  • Werkzeug:
    Spaten, Wasserwaage, Flachverbinder, Metallwinkel

Senkrechte Pfosten aufstellen

Um die 8 senkrechten Pfosten im Boden zu verankern, müssen zunächst 8 Löcher mit einem Spaten ausgehoben werden. Die Abstände zwischen den einzelnen Löchern sollten dabei so gewählt werden, dass der Carport am Ende 5 m lang und 3 m breit ist.

Danach können die 8 Balkenschuhe in die Löcher gegeben und mit Beton fixiert werden. Erst bei ausgehärtetem Beton ist es möglich, die senkrechten Pfosten in die Balkenschuhe zu stecken. Mit Hilfe einer Wasserwaage ist es möglich, die Pfosten möglichst gerade auszurichten.

Waagrechte Balken befestigen

Das Grundgerüst der Überdachung besteht im oberen Teil aus waagrechten Balken. Diese können nun auf die senkrechten Pfosten gelegt werden. An den Ober- und Stirnseiten werden sie mit Flachverbindern befestigt. Eine stabile Verbindung zu den senkrechten Kanthölzern nach unten hin wird durch den Einsatz von Metallwinkeln gewährleistet.

Stützstreben montieren

Für maximale Stabilität des Carports sind Stützstreben erforderlich. Dazu werden nun die 12 Kanthölzer zwischen den senkrechten und waagrechten Pfosten angebracht. Hier ist in jedem Fall ein gleichmäßiger Winkel erforderlich – die Verwendung einer Wasserwaage ist empfehlenswert.

Dach abdecken

Sobald nun das Grundgerüst des Carports steht, geht es an die Überdachung des Pkw-Stellplatzes. Dazu werden zuerst die 5 Dachbalken montiert, indem jeweils einer auf einen Querbalken gelegt wird. Die restlichen werden gleichmäßig auf die gesamte Dachfläche verteilt. Wiederum kommen Metallwinkel als stabile Verbindung der einzelnen Balken zum Einsatz.

Für ein klimafreundliches Dach stehen verschiedene Materialien zur Auswahl. Ein hochwertiges Wellblech aus Kunststoff ist aufgrund seiner Stabilität, Wetterfestigkeit und Langlebigkeit in jedem Fall empfehlenswert. Alternativ kann das Dach mit Holzbrettern ausgelegt oder eine Unterkonstruktion aus Latten mit aufliegenden Dachziegeln gewählt werden.

Ein Carport ist die Alternative zu Garage und Pkw-Abstellplatz unter freiem Himmel. Dabei lässt sich die wettertaugliche Überdachung für Auto und Co. ganz einfach selber bauen. Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung muss kein Profi Hand anlegen. Mit ein wenig handwerklichem Know-How kann man schon bald von den vielen Vorteilen des selbsterrichteten Carports profitieren.

Textquelle: https://www.ws-onlineshop.de
Bildquelle: pexels.com

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