(Dach-)Fenster – Gute Aussichten

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Gründe für neue Dachfenster gibt es viele: Einen Dachausbau, um zusätzlichen Wohnraum zu gewinnen. Einen Neubau, in dem von vornherein das Dachgeschoss als Wohnfläche genutzt werden soll. Eine Modernisierung, um Heizkosten zusparen. Aber welche Fenster sind die richtigen? Darüber entscheiden neben Dachfläche und -neigung auch Material und Art der Verglasung. Was ebenfalls beachtet werden sollte: Zu den reinen Materialkosten kommen die Kosten für den fachgerechten Einbau hinzu. Und diesen sollte grundsätzlich ein versierter Fachhandwerker übernehmen, denn ein Dachfenster muss nicht nur von außen abgedichtet werden, sondern auch innen an die bereits vorhandene Wärmedämmung angeschlossen und mit einer Dampfsperre fest und dicht verbunden werden.

Im Rahmen des Programms 430 „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“ fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, energetische Einzelmaßnahmen, zu denen auch die Erneuerung von Fenstern gehört. 10% der förderfähigen Kosten werden erstattet,
bis zu 5.000 Euro pro Wohneinheit können beantragt werden. Dies gilt für Gebäude, deren Bauantrag/Bauanzeige vor dem 1. Februar 2002 gestellt wurde. Technische Mindestanforderungen und weitere Details finden interessierte Modernisierer auf www.kfw.de.

Welches Material ist geeignet?
Dachfenster verfügen über drei verschiedene Komponenten: Den Innenrahmen, die Außenabdeckung und die Verglasung. Der Innenrahmen besteht entweder aus Holz oder Kunststoff. Holz dämmt besser als Kunststoff, braucht aber eine intensivere Pflege. Es sollte in regelmäßigen Abständen gestrichen werden und ist anfälliger für Schimmel. Kunststoff ist dagegen vergleichsweise pflegeleicht und robust. Die Außenabdeckung besteht in den meisten Fällen aus Aluminium. Ein so genannter Eindeckrahmen schützt das äußere Dachfenster zusätzlich vor Witterungseinflüssen. Es dichtet den Übergang zwischen Fenster und Dach ab und leitet das von der Dachfläche abfließende Wasser seitlich am Fenster vorbei.

Welche Rolle spielt die Verglasung?
Die Verglasung sollte einen guten Wärmedämmwert aufweisen; 1,4 W(m²K) bis 0,8 W(m²K) sind gängig. Wenn Verglasung und Fassadendämmung allerdings nicht optimal auf einander abgestimmt sind, kann es zu Schimmelbildung kommen. Diese Gefahr besteht vor allem dann, wenn die Räume nicht ausreichend belüftet werden. Denn: Ist das Gebäude eher schlecht isoliert, sammelt sich die Feuchtigkeit nicht mehr an den kalten Fenstern, sondern kondensiert nun an den im Verhältnis kälteren Wänden, wo sie durch Schimmel sichtbar wird.

Was kostet das Ganze?
Bei der Kalkulation spielen viele Faktoren eine Rolle. So variieren Aufwand und Kosten beispielsweise je nach Dacheindeckung – bei Ziegeldächern ist der Einbau oft problemloser möglich als bei Schiefer- oder Foliendächern, da hier ein spezielles Werkzeug benötigt wird. Neben der Fenstergröße sind auch Ausführung und Ausstattung des Fensters maßgeblich. Dazu gehören das Rahmenmaterial, die Mechanik und die Qualität der Verglasung. So kostet das Schwingfenstermit Thermo-Star Verglasung der Marke Velux inklusive Dämm- und Anschlussprodukten bei Ziegeleindeckung im Format 55 x 78 cm beispielsweise ca. 420,- Euro, wenn man es in klar lackiertem Holz wählt. Entscheidet man sich für die elektrisch betriebene Variante dieses Fensters, erhöht sich der Preis auf ca. 925,- Euro. Hinzu kommen die Kosten für den Einbau und eventuelle Zusatzausstattungen, wie zum Beispiel Rollos.

– Fenster mit Standard-Maßen sind preiswerter als Sonderanfertigungen
– Eine mechanische Bedienung ist kostengünstiger als eine elektrische Steuerung

Das erhöht die Kosten
– Zusätzliche Schutzeigenschaften des Glases, wie zum Beispiel Sonnen- oder Hagelschutz, erhöhen den Anschaffungspreis
– Zubehör zum Fenster, beispielsweise Insektenschutz- oder Verdunkelungsrollos, werden extra berechnet

Text: Katrin Täubig
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otos: Velux Deutschland GmbH

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