Der Nutzgarten im März – Vor der Pflanzung die Erde abtrocknen lassen

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Im März ist der Garten zweigeteilt. Im Obstgarten muss sich ranhalten, wer noch Beerenobststräucher und Pfirsichbäume pflanzen will, denn die treiben schon mit Macht, blühen teilweise schon, so Pfirsiche in günstigen, warmen Lagen an geschützten Plätzen. Sofort nach Pflanzung dieser Obstarten ist jene von Kirschen und Kernobst dran. Mit der Pflanzung von Wein und Kiwi kann man sich noch bis Ende April/Mai Zeit lassen.

Bei der Pflanzung von Obstbäumen müssen die Veredlungsstellen zwischen Unterlagen und Edelsorten etwa handbreit über dem Boden bleiben. Außerdem sind die Triebe aller frisch gepflanzten Obstgehölze vorschriftsmäßig zurückzuschneiden, nach der Pflanzung ist kräftig zu gießen, im Bereich der Wurzelscheiben zu mulchen. Starkwachsende Bäume brauchen anfangs stützende Pfähle, schwachwachsende wegen geringer Standfestigkeit zeitlebens.

Im Gemüsegarten muss man sich so lange Zeit lassen mit Bestellungsarbeiten, bis die Erde genügend abtrocknete. Sie darf nicht in übermäßig feuchtem oder gar nassem Zustand bearbeitet werden. Am ehesten ermöglicht leichter, lockerer, gut durchlüfteter, humoser Boden frühe Saaten und Pflanzungen. Schwerer, feuchter ­Boden folgt etwa 14 Tage später.

In den letzten Jahren fehlte es im Frühjahr eher an ausreichend Feuchtigkeit. Wer sich dann auf die Lebenskraft der Samen verlässt und nicht gießt, macht schlechte ­Erfahrungen. Ist es trocken, keimt kein Samen, höchstens verzögert. Man muss also bei entsprechender Witterung gießen. Außerdem tut man alles, um vorhandene Bodenfeuchtigkeit zu erhalten: 1. Beete mit Saaten oder Pflanzungen mit Vlies abdecken, 2. unbedeckten Boden mulchen, 3. nach jedem Niederschlag vorsichtig hacken, um die Kapillare zu zerstören, so dass möglichst wenig Wasser ungenutzt verdunstet.

Das kann im März gesät werden: Möhren, Palerbsen, Dicke Bohnen, Schwarzwurzeln, Pastinaken und Zwiebeln. Des weiteren Schnitt- und Pflücksalat, Kresse, Radieschen, Spinat, Melde, Stielmus und Rübstiel, Speiserüben, Petersilie und Borretsch. In warmen Lagen steckt man Steckzwiebeln, Schalotten und Knoblauchzehen Anfang des Monats, sonst entsprechend später.

Auch gepflanzt werden nämlich ausdauernde Würz- und Heilpflanzen wie Salbei, Pfefferminz, Schnittlauch, Zitronenmelisse und andere. Im Frühbeet wachsen Schnittsalat, Kresse, Stielmus, Radieschen, Kopfsalat, Kohlrabi und sorgen für die ersten Ernten im neuen Gartenjahr. Im Kleingewächshaus erfolgt Anzucht von Tomaten, Sellerie, Paprika und anderen Gemüsearten mit langer Vorkultur.   

Text: Ilse Jaehner

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