Der Ziergarten im Juli – Das nächste Jahr ist schon in Sicht

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Jetzt ist der Garten voller Blüten. Man sorgt dafür, dass es so bleibt und nutzt den morgendlichen Gang durch den Garten, um das jeweils Verblühte zu entfernen, wo es Sinn macht, also zum Beispiel bei Rosen. Auch im Haus soll es blühen. Man schneide reichlich für Vasen und Schalen und sammle duftende Blüten für Potpourris: Lavendel, Seifenkraut, Rosen, Nelken, Reseden und viele andere mehr.

Auf dem Staudenbeet beginnt die große Zeit der hohen Beet- oder Prachtstauden. Es blühen gelbe Schafgarbe, reihenweise Phloxsorten, Sonnenbräute, Rittersporn, Edeldisteln und andere mehr. Tigerlilien, Feuerlilien, viele Hybrid-Lilien erfreuen, eine schöner als die andere. Damit es auch im Herbst bunt weitergeht, sei an die Pflanzung von herbstblühenden Blumenzwiebeln möglichst schon im Juli, spätestens Anfang August erinnert. Also bestellt man Zwiebeln von Herbstkrokussen und ähnlichen sofort Anfang des Monats.

Man denkt weiter im Voraus, an Blüten im nächsten Jahr und nimmt dazu verschiedene Pflanztermine wahr, zuerst jene für frühjahrsblühende Stauden nach deren Blüte. Ab Ende Juli ist ferner Pflanz- und Verjüngungszeit von Schwertlilien. Zweijahrsblumen, die bereits im Mai und frühen Juni gesät wurden, sind teilweise schon so groß, dass sie entweder an Ort und Stelle zu setzen sind oder zur weiteren Kräftigung auf ein Anzuchtbeet. Bis Mitte Juli kann man noch raschwüchsige Zweijährige säen wie Vergissmeinnicht und Stiefmütterchen. Stehen Zweijahrsblumen nach Saat im Frühbeet oder auf dem Anzuchtbeet zu dicht, müssen sie ausgedünnt werden.

Im Juli lassen sich viele Stauden durch Stecklinge vermehren, ebenso Zwerg- und Kletterrosen, immer auf dieselbe Weise, indem man dicht unter einem Blattknoten schneidet, die untersten Blätter entfernt, in Sand-Torf-Gemisch steckt und mit feuchter Luft und Bodenwärme schnelle Bewurzelung fördert. Außerdem kann man von Stauden Samen sammeln, falls es sich nicht um aus Kreuzungen gewonnene Sorten handelt. Ähnliches gilt für Ein- und Zweijahrsblumen.

Sollten laubabwerfende Hecken noch nicht geschnitten worden sein, wird es jetzt höchste Zeit, auch zum Düngen der Hecke und zum Mulchen des Heckenfußes. Nachdem die Kräuter auf der Blumenwiese blühten und Samen ansetzten, wird gemäht. Man trocknet das Gras auf der Wiese, damit die reifen Samen an Ort und Stelle ausfallen, die Wiese dadurch immer bunter wird. Rückschnitt der jungen Triebe von Blauregen auf 5 Zentimeter und im Herbst auf 2-3 Augen unterstützt die Blühwilligkeit dieses schönen Schlingstrauches.

Text und Foto: Ilse Jaehner

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