Der Ziergarten im Mai

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Es grünt so grün im Wonnemonat

Der Garten grünt so grün, jeden Maitag üppiger. Vor allem Gehölze kennen kein Halten mehr. Da eilt Pflanzung laubabwerfender Gehölze mit „nackten“ Wurzeln. Auch Containerware sollte grundsätzlich früh gepflanzt werden. Bis Mitte Mai ist Pflanzzeit für immergrüne Gehölze. Nach der Pflanzung im Bereich von Wurzelballen mulchen und eventuell das Gehölz an der Südseite schattieren oder bei trocken-warmer Witterung öfter übersprühen. Das hilft mehr als starkes Gießen, denn zu viel Wasser im Wurzelbereich tut nicht gut, die Wurzeln bekommen dann zu wenig Luft.

Weiter geht es mit der Pflanzung von Stauden. Gekaufte Setzlinge erhält man durchweg getopft. Vor der Pflanzung setzt man die Pflanzen einige Stunden mit Topf in ein Gefäß mit Wasser, topft sie dann aus, lockert die Wurzelballen vorsichtig und pflanzt erst dann an Ort und Stelle. Die Zeit ist günstig zum Vermehren bereits vorhandener Stauden durch Teilung. Leicht teilen lassen sich Arten mit filzigem Wurzelballen wie Phlox, niedrige und hohe Staudenastern und ähnliche. Sind die Wurzelballen fester wie etwa die von Astilben, nimmt man den Spaten zu Hilfe. Es können auch noch Stauden gesät werden, in Töpfe, Schalen, Kisten und ins Frühbeet.

Nach Mitte Mai sind sommerblühende Zwiebel- und Knollengewächse dran. An sonnige Plätze setzt man Dahlien, späte Sätze von Gladiolen, Canna und dergleichen. Es folgen vorgezogene wärmeliebende Einjahrsblumen. Beete und Rabatten füllen sich. Im Gartenteich erwärmte sich inzwischen das Wasser so weit, dass eingesetzte Wasserpflanzen zügig anwachsen. Danach geht es weiter mit Vorbereitungen für üppigen Flor im nächsten Jahr. Die Saatzeit von Zweijahrsblumen beginnt mit jener von Bartnelken, Marienglockenblumen, Stockrosen, Königskerzen und Goldlack.

Im Mai wachsen Rasengräser so stark wie nie sonst im Jahr, so dass praktisch wöchentlich geschnitten werden muss. Diesen Wachstumsschub unterstützt man mit Nährstoffgaben in Form eines Spezialdüngers oder, damit Kali und Phosphor auf Dauer nicht zu kurz kommen, hin und wieder mit einem Volldünger. Die allgemeine Wachstumsfreude von Gräsern nutzt man zur Einsaat für neue Rasenflächen. Man sät Sommerblumen eventuell als Folgesaat für späten Flor oder für eine bunte, einjährige Blumenwiese.

An Pflegearbeiten sind fällig: Schnitt frühblühender Gehölze, falls nötig, Entfernen von Verblühtem bei großblumigen Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Flieder, Rhododendren und Azaleen. Im Steingarten endet allmählich das erste Blühen. Man lockert die Erde zwischen den Pflanzen und reichert sie mit unkrautfreiem Kompost an, begrenzt stärker wachsende Arten.

GRÜNE TIPPS: Bartnelken, die auf einem Anzuchtbeet überwinterten, können noch im frühen Mai gepflanzt werden, auf Beete als Lückenfüller zwischen Stauden, zusammen mit anderen Zweijahrsblumen und einjährigen Sommerblühern, als Wegekante und dergleichen, immer in Sonne und kräftigen Boden.

Strauchpfingstrosen sind empfindlich gegen Winternässe. Wo diese Sträucher, nicht Stauden!, schlecht gedeihen, prüfe man, ob sie sich etwa bei regelmäßig vergleichweise warmen, aber feuchten Wintern unwohl fühlen. Schon im Sommer bilden sich die Knsopen für den nächstjährigen Flor. Daher diese Pfingstrosen keinesfalls zurückschneiden.

Text und Foto: Ilse Jaehner

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