Verbesserter Einbruchschutz für selbstgenutztes ­Wohneigentum

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Erfreuliche Trendwende: Nach jahrelang steigenden Einbruchszahlen sind die Werte 2017 spürbar zurückgegangen, eine Entwicklung, die laut BKA anhält. Ein Grund dafür: Die Bürger investieren mehr in den Einbruchschutz. Und der Fiskus unterstützt sie dabei. So lässt sich der professionelle Einbau von Alarmanlagen, Spezialfenstern, Bewegungsmeldern und Co. steuerlich als Handwerkerleistungen im Haushalt absetzen.

Was müssen Selbstnutzer beachten?

Ob Installation einer Gegensprechanlage, Einbau eines Mehrfachver-riegelungssystems oder Montage einer Videoüberwachung: Privatpersonen, die beim selbst genutzten Haus oder der selbst genutzten Wohnung auf Einbruchschutz setzen und dafür einen professionellen Handwerker engagieren, können die anfallenden Kosten in der Regel teilweise steuerlich geltend machen. Folgende Bedingungen sind dabei zu beachten:

  • 20 Prozent der jeweiligen Anfahrts-, Arbeits-, Maschinen-, Entsorgungs- und Verbrauchsmittelkosten (zum Beispiel Aufwendungen für Reinigungsmittel) lassen sich absetzen.
  • Allerdings kann man nur maximal 1.200 Euro im Jahr als Handwerkerleistungen geltend machen. Bei höheren Rechnungsbeträgen kann die Verteilung der Anschaffungskosten über 2 – 3 Jahre steuerlich vorteilhaft sein.
  • Materialkosten werden nicht berücksichtigt. Deshalb sollten die verschiedenen Kostenarten in der Rechnung getrennt ausgewiesen werden.
  • Als Belege kann der Fiskus eine ordnungsgemäße Rechnung sowie einen geeigneten Nachweis über die Begleichung der Summe verlangen. Wichtig dabei: Den Rechnungsbetrag muss man immer überweisen. Barzahlungen gegen Quittung wird nicht akzeptiert.

Wer KfW-Förderung nutzt, muss auf Steuervorteil verzichten

Generell bietet der Staat in Sachen Einbruchschutz verschiedene Fördermöglichkeiten. Wer sie nutzt, sollte darauf achten, dass das auch Konsequenzen für die Steuererklärung haben kann. Ein Beispiel: Bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gibt es Zuschüsse und Kredite rund um den Einbruchschutz. Wer diese Angebote in Anspruch nimmt, kann die dabei erbrachten Handwerkerleistungen nicht mehr steuerlich geltend machen. Durch diese Regelung will der Staat eine Doppelförderung – also sowohl über die KfW als auch über die Steuerermäßigung – ausschließen. Durch Einbruchsschäden verursachte Kosten sind steuerlich nicht absetzbar. Wenn sich Einbrecher gewaltsam Zugang zu einem Haus oder einer Wohnung verschafft haben, bieten Versicherungen – allen voran die Hausratversicherung – Hilfe. Sie ersetzt die Aufwendungen für Reparaturen und die Anschaffungskosten entwendeter Gegenstände bis zu einer gewissen Entschädigungsgrenze. Wer keine Hausratsversicherung abgeschlossen hat, bleibt auf den Schäden sitzen. Es gibt nämlich keine Möglichkeiten, einbruchsbedingte Ausgaben in der Steuererklärung geltend zu machen.

Hausratversicherung unter speziellen Voraussetzungen anteilig absetzbar

Prinzipiell können die Aufwendungen für die Hausratversicherung nicht steuerlich geltend gemacht werden. Diese wertet der Staat nämlich als Sachversicherung, die nicht ausschließlich der Vorsorge dient. Doch keine Regel ohne Ausnahme: Es gibt einen Fall, bei dem die Absetzbarkeit der Hausratversicherungskosten infrage kommt: Wenn sich im Privathaushalt ein beruflich genutztes Arbeitszimmer befindet, kann man die Ausgaben für die Hausratversicherung unter Umständen zumindest anteilig als Werbungskosten absetzen. Dabei lassen sich aber nicht die kompletten Ausgaben geltend machen, sondern nur der Anteil, der dem flächenmäßigen Anteil des Arbeitszimmers an der gesamten Wohnung entspricht.

Quelle: VLH
Foto: KfW-Bildarchiv/Photothek.net

 

 

 

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