ENDE DES HAUPTMIETVERHÄLTNISSES

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Entgangene Mieteinnahmen: Untermieter muss Entschädigung für ganzes Objekt zahlen

Ein Untermieter, der nach dem Ende des Hauptmietverhältnisses nicht auszieht und zur Räumung verurteilt wird, kann zu einer Nutzungsentschädigung für die entgangenen Mieteinnahmen des gesamten Objekts verpflichtet werden (BGH, Az. V ZR 26/20, vollständiges Urteil unter https://bit.ly/3lTooEP).

Der Fall:

Der Hauptmieter einer über 100 m2 großen Wohnung hatte einen Raum von nur 7 m2 untervermietet. Als der Hauptmieter starb, wollte der Untermieter nicht ausziehen. Es folgten eine Verurteilung zur Räumung mit Fristsetzung und schließlich eine Zwangsräumung. Danach forderte der Eigentümer eine Nutzungsentschädigung für die gesamte Wohnung und nicht nur für den kleinen Teilbereich des Untermieters.

Das Urteil:

Der BGH sah den Anspruch auf Nutzungsentschädigung als berechtigt an. Mit der Herausgabeforderung von Seiten des Vermieters sei der Untermieter in Verzug geraten. Es sei irrelevant, dass er selbst nur einen verschwindend geringen Teil der Wohnung in seinem Besitz hatte. Durch die Weigerung der Herausgabe habe die Wohnung nicht neu vermietet werden können.

Text: LBS
Bild: Elnur/stock.adobe.com

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