Hobby-Handwerker – Die eigene Werkstatt einrichten

0

Welcher Heimwerker träumt nicht von einer eigenen Werkstatt, sei es für die eine oder andere Reparatur oder zum hobbymäßigen Schrauben und Basteln. Häufig wird nur ein kleiner Bereich im Keller oder der Garage für handwerkliche Arbeiten genutzt. Ein kompletter Raum als Werkstatt wäre da natürlich perfekt. Hier können sich Heimwerker ausbreiten und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Allerdings gibt es bei der Wahl der Räumlichkeit und deren Ausstattung als Werkstatt einiges zu beachten.

Geeignete Räumlichkeit

Geeignete Räumlichkeiten zum Einrichten einer Werkstatt können z.B. eine Garage, ein Keller, ein kleines Gartenhäuschen oder der Dachboden sein. Im eigenen Haus bietet sich auch ein leer stehender, ungenutzter Raum an. Aufgrund der Lärmbelästigung ist das Einrichten einer Werkstatt in einer Mietwohnung nur bedingt möglich. Hierfür bietet der Handel Materialien an, mit denen man einen Raum dämmen und den Geräuschpegel minimieren kann. So gibt es auch keinen Ärger mit den Nachbarn.

Voraussetzungen zum Einrichten einer Werkstatt

Ein als Werkstatt genutzter Raum sollte zunächst trocken sein denn Feuchtigkeit könnte Werkzeuge und Maschinen schädigen. Aber auch ein warmer Heizungskeller ist nur bedingt geeignet, da auch Wärme Maschinen schädigen kann. Außerdem sollte mindestens ein Fenster bzw. eine gute Lüftungsanlage vorhanden sein, um schädliche Dämpfe z.B. beim Umgang mit Schadstoffen oder stark riechenden Substanzen abzuleiten. Wichtig sind auch ein Wasseranschluss und die Stromversorgung. So sollten ausreichend Steckdosen vorhanden und über den Raum verteilt angeordnet werden. Gegenbefalls kann ein Starkstromanschluss sinnvoll sein. Wert sollte auch auf die Beleuchtung gelegt werden. Über der Werkbank wird beispielsweise eine intensive Lichtquelle benötigt. Damit Arbeitsfläche oder einzelne Werkstücke rundum gut beleuchtet werden können, machen bewegliche Leuchten Sinn, die frei im Raum zu positionieren sind.

Ausstattung der Werkstatt

Schränke und Regale zur Lagerung großer, mittlerer und kleiner Werkzeuge gehören zur Grundausstattung. Für kleine und mittlere Werkzeuge wie Schraubendreher, Hämmer oder Sägen bietet sich eine Werkzeugwand an, an der am häufigsten benötigte Werkzeuge schnell griffbereit und übersichtlich angeordnet werden können. Größere Werkzeuge wie Akkuschrauber oder Bohrmaschinen können in Schränken sicher gelagert werden. Zusätzlich können robuste Regale zur Aufbewahrung von Werkzeugen, Werkstoffen sowie Farben, Lacke und Behälter u.a. mit Schrauben, Nägeln und Befestigungsmaterial dienen. Da diese mitunter viel Gewicht aushalten müssen, ist es nicht unüblich auf Regale aus der Industrie zurück zu greifen. Herzstück der Werkstatt ist die Werkbank, die einen festen Stand haben und ausreichend groß sein sollte. Besteht die Möglichkeit Schraubstöcke, Klemmen und Ähnliches daran zu befestigen, ist die Werkbank optimal ausgestattet. Wo gewerkelt wird, kann auch mal eine Verletzung passieren. Deshalb sind Verbandskasten, Schutzbrille, Atemschutzmaske, Gehörschutz, Arbeitshandschuhe sowie Feuerlöscher und Feuerdecke ein Muss in jeder Werkstatt.

Werkzeug-Grundausstattung

Was ist eine Werkstatt ohne Werkzeuge? Was eine Werkstatt haben sollte, sind Kreuz- und Schlitzschraubendreher, Maul-, Ring- und Inbusschlüssel in unterschiedlichen Größen, Zollstock, Wasserwaage, Schraubzwingen, Hämmer, Zangen, Sägen für Holz und Metall, Schrauben, Nägel, Dübel, Schleifpapier sowie Bohrer für Holz, Stein und Metall. An elektrischen Geräten sind Akkuschrauber und Bohrmaschine empfehlenswert.

Foto: © giacomoprat – Fotolia.com

Kommentare sind geschlossen.