Fachbegriffe erklärt: Internet der Dinge

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Das ‚Internet der Dinge‘ bezeichnet intelligente Gegenstände und Geräte, die den Menschen bei seinen Tätigkeiten unmerklich unterstützen sollen, statt seine Aufmerksamkeit zu fordern. Hierzu gehören sogenannte Wearables wie Fitnessarmbänder oder Smartwatches. Aber auch Haushaltsgeräte, wie zum Beispiel Dunstabzugshauben, die ihre Gebläseleistung automatisch auf das Kochfeld und die Abläufe bei der Essenszubereitung abstimmen. Weil alle diese Geräte mit dem Internet verbunden, aber nicht wie der heimische Computer mit einer Antivirensoftware sowie einer Firewall ausgestattet sind, haben Hacker ein leichtes Spiel. Außerdem warnen Datenschützer vor dem Verlust der Privatsphäre.

Industrie 4.0

Der Begriff ‚Industrie 4.0‘ steht für die vierte industrielle Revolution – die Produktion wird auf intelligente Art und Weise mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik verzahnt. Ein derartiger Prozess kann beispielsweise so aussehen, dass intelligente Maschinen selbstständig die Fertigung koordinieren, Service-Roboter die Montage übernehmen und fahrerlose Transportfahrzeuge eigenständig die Logistikaufgaben erledigen. Die zunehmende Vernetzung und der Austausch riesiger Datenmengen bergen aber auch erhebliche Sicherheitsrisiken, weshalb Anlagen, Daten und Know-how zwingend vor unbefugtem Zugriff und Missbrauch geschützt werden müssen.

Geringer Bekanntheitsgrad

Die Begriffe ‚Internet der Dinge‘ und ‚Industrie 4.0‘, die zu den großen Zukunftsthemen der Wirtschaft, aber auch der Gesellschaft insgesamt gehören, sind in der Bevölkerung nahezu unbekannt. Laut ‚Sicherheitsreport 2015‘, einer Studie, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Deutschen Telekom/T-Systems durchgeführt hat, können nur wenige Verbraucher mit diesen beiden Begriffen etwas anfangen. Von der ‚Industrie 4.0‘ haben 18% der Befragten schon einmal gehört. Der Begriff ‚Internet der Dinge‘ ist nur 12% der Teilnehmer geläufig. Während in den Chefetagen großer deutscher Unternehmen tagtäglich über digitale Zukunftstechnologien diskutiert wird, geht dieses Thema an weiten Teilen der Bevölkerung vorbei.

Text: Katrin Täubig
Foto: New York Times R&D Lab

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