Kachelöfen und Kamine – Come on, baby – light my fire!

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Ob offener Kamin für ursprüngliche Gemütlichkeit oder Dekokamin mit Ethanol für ein wohnliches Ambiente – für nahezu jeden Wunsch gibt es die passende Kaminbauart. Außerdem kann ein Kamin mit der entsprechenden Bauart die Heizung unterstützen – so lassen sich zusätzlich Konto und Umwelt schonen.

Viele Ofenarten sorgen nicht nur für eine gemütliche Atmosphäre – sie eignen sich darüber hinaus auch zur Heizungsunterstützung und können damit Energiekosten senken und die Umwelt schonen.

Heizkamin
– Hoher Wirkungsgrad
– Schnelle Wärmeabgabe in Form von Warmluft
– Verschließbarer Feuerraum
– Anschlussmöglichkeit einer Sitzbank
– Strahlungswärme je nach Größe der Sichtscheibe
– Sichtbares Flammenspiel

Kaminofen
– Hoher Wirkungsgrad
– Schnelle Wärmabgabe, überwiegend Konvektion
– Optimal als Zusatz- und Zweitheizung
– Bestens geeignet für kleinere Räume, auch in Miet-/Eigentumswohnungen
– Sichtbares Feuer
– Anschlussfertig gebaut und daher leicht transportabel

Kachelofen
– Schnelle Heizleistung
– Warmluft-Kachelofen: 70% Konvektionswärme, 30% Strahlungswärme
– Kombi-Kachelofen: 40% Konvektionswärme, 60% Strahlungswärme
– Geeignet für das Beheizen mehrerer Räume
– Mit oder ohne Sichtfenster
– Heizeinsätze für unterschiedliche Brennstoffarten

Pelletofen
– Sehr hoher Wirkungsgrad
– Brennstoff mit hoher Energiedichte und wenig Platzbedarf
– Besonders geringe Emissionen
– Mit oder ohne Sichtfenster
– Komfortabler Heizbetrieb
– Optional: elektronisch geregelte Verbrennung

Offener Kamin
Ein offener Kamin ist zweifelsohne etwas ganz Besonderes. Bei keiner anderen Bauart lässt sich das lodernde Feuer direkter erleben. Offene Kamine dürfen im Gegensatz zu Kamin- oder Kachelöfen jedoch nur gelegentlich betrieben werden – so schreibt es die Bundes-Immissionsschutzverordnung vor. Dies soll, gerade bei dichter Bebauung, die Nachbarschaftsbelästigungen durch Rauch- und Geruchsemissionen einschränken. Neben den höheren Immissionswerten hat der offene Kamin jedoch noch einen weiteren Nachteil, und das ist sein geringer Wirkungsgrad. Während moderne Kaminöfen Wirkungsgrade von bis zu 90 Prozent erreichen, kann der offene Kamin nur 20 bis 25 Prozent vorweisen. Denn er benötigt vergleichsweise viel Holz und entzieht dem Raum durch seinegroße, nicht verschließbare Feueröffnung viel Sauerstoff und bläst ihn ungenutzt aus dem Schornstein hinaus. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sollte ein offener Kamin also tatsächlich nur für ein gelegentliches „Freudenfeuer“ genutzt werden. Dies war übrigens auch seine ursprüngliche Funktion anlässlich fürstlicher Empfänge im Mittelalter.

Heizkamin
Wer auf einsichtbares Feuer nicht verzichten möchte, kann mit einem Heizkamin eine vergleichbare Atmosphäre und zusätzlich ein Plus an Effizienz erzielen. Das Herzstück eines Heizkamins ist ein verschließbarer Heizeinsatz aus Gusseisen oder Stahl mit feuerfesten Keramikglastüren. Die von unten einströmende Luft wird an den Heizflächen dieses Einsatzes vorbeigeführt und tritt anschließend über Luftgitter als Warmluft wieder aus. Wird der Heizkamin mit Nachheizflächen aus Metall oder keramischen Heizgaszügen ausgestattet, kann sogar eine gemütliche Sitzbank angeschlossen und beheizt werden. Optisch ist der Heizkamin einem klassischen Kamin nachempfunden. Er erwärmt den Raum in relativ kurzer Zeit und verfügt über einen Wirkungsgrad von bis zu 70 Prozent. Ergänzt um wasserführende Einsätze kann ein Heizkamin sogar zur Unterstützung des Heizungs- und Warmwasserkreislaufes beitragen. Maximale Effizienz erzielt er dann in Kombination mit einer Solaranlage und einem Pufferspeicher.

Kaminofen
Eine weitere Alternative stellt der Kaminofen dar. Platzsparend und auch für den Einsatz in kleineren Wohnungen ausgelegt, sorgt er für schnelle Wärme und gibt dabei den Blick auf ein schönes Flammenspiel frei. Da er vom Ofenbauer anschlussfertig geliefert wird, lässt er sich bei einem Umzug relativ problemlos mitnehmen. Ein Kaminofen besteht aus einem metallenen Feuerraum, der mit Schamotte ausgekleidet ist, und einem Stahlmantel. Die Verkleidung kann passend zu den individuellen Wünschen oder dem jeweiligen Wohnstil gewählt werden. Ob Stahl, Edelstahl, wärmespeichernde Keramikkacheln, Natur- oder Speckstein – dem Gestaltungsspielraum sind kaum Grenzen gesetzt. Ein Kaminofen erzeugt überwiegend Konvektionswärme und erreicht einen Wirkungsgrad von 70 Prozent und mehr. Voraussetzung ist auch hier der Anschluss an einen geeigneten Schornstein. Effizienzsteigernd wirkt sich ein Exemplar mit Wassertaschen aus, welches sich problemlos in einen vorhandenen Kreislauf für Heiz- und Brauchwasser integrieren lässt. Auch die Ergänzung mit Solarthermie und einem Pufferspeicher ist möglich. weiter lesen auf Seite 2

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