Klimaanlage – Alle Wohnungseigentümer müssen zustimmen

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Wenn ein Wohnungseigentümer eine Klimaanlage an der Hausfassade anbringen will, dann sollte er sich um eine einstimmige Zustimmung der Eigentümergemeinschaft bemühen (LG Frankfurt/M., Az. 2-13 S 186/14).

Der Fall:

Es war ein etwa 80 Zentimeter breiter, 60 Zentimeter hoher und 30 Zentimeter tiefer Kasten, den ein Wohnungseigentümer unterhalb des Dachfirsts anbringen wollte und der die ersehnte Klimaanlage für seine Wohnung enthielt. Eine qualifizierte Mehrheit der Eigentümer stimmte der Anbringung zu, doch ein Betroffener tat das nicht. Anschließend kam es zu einem Rechtsstreit darüber, ob es sich hier um eine bauliche Veränderung handle, die nur einstimmig hätte genehmigt werden können.

Das Urteil:

Die Richter gingen von einer ganz erheblichen optischen Beeinträchtigung des Gemeinschaftseigentums aus. Der Eingriff gehe über das zulässige Maß hinaus. Die Klimaanlage an der Fassade sei von der Straßenseite des Hauses aus zu sehen. Deswegen hätte es nicht nur der Zustimmung der Mehrheit, sondern tatsächlich aller Eigentümer bedurft.

Quelle: LBS
Foto: © ACP prod/Fotolia.de

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