Kohlenmonoxid-Gefahr – Wenn Vogelnester den Schornstein verstopfen

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Weit oben und gut geschützt: Wenn Dohlen im Frühjahr einen Nistplatz suchen, wählen die schwarz-grauen Rabenvögel mitunter auch Schornsteine – und verstopfen den Abzug mit Nistmaterial. Für die Hausbewohner kann das lebensgefährlich werden.

In Deutschland suchen Zehntausende Dohlen-Paare im Frühjahr eine Brutstätte. Schornsteine von Kaminöfen oder Gasthermen sind für die Höhlenbrüter ein geeignetes Versteck. Wenn sie dabei den Abzug mit Nistmaterial wie Zweigen, Moos, Papier und Plastiktüten verstopfen, können Abgase jedoch nicht mehr richtig abziehen und sich im Wohnraum sammeln. Schon geringe Mengen des geruchs- und geschmacksneutralen Kohlenmonoxids etwa sind hochgiftig und können für die Bewohner tödliche Folgen haben. Der Nestbau beginnt oft schon Ende Februar. Die Suche nach einem Nistplatz beginnt bei den Dohlen in der Regel nach dem Frost – noch während der Heizperiode. Deshalb sollten Hausbesitzer im Frühjahr besonders aufmerksam sein. Sitzen Dohlen auf dem Dach oder kreisen sie über dem Haus, sind dies erste Anzeichen für einen möglichen Nestbau. Zudem sind meist mehrere Häuser in einer Nachbarschaft betroffen, denn die Vögel nisten gerne in Kolonien und in der Nähe ihrer Artgenossen.

Besonders wichtig: Einmal im Jahr sollte der Schornsteinfeger den Abzug auf Nistmaterial prüfen, am besten vor der Heizsaison. Wer Dohlen gar nicht erst den Zugang zu seinem Schornstein ermöglichen möchte, kann ihn abdecken, etwa mit einem Dohlengitter. Eine zusätzliche Absicherung ist ein CO-Melder im Wohnraum. Er reagiert auch auf geruchslose Gase und warnt durch einen lauten Signalton vor Kohlenmonoxid.

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Foto: R+V Versicherung

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