Langsames Internet – Verbraucher können den Preis mindern

0

Am 1. Dezember 2021 ist die Novelle des Telekommunikationsgesetzes in Kraft getreten. Verbraucher dürfen nun den Preis mindern, wenn die Internetge-schwindigkeit langsamer ist, als mit dem Anbieter vereinbart.

Nur 25 Prozent aller Internetznutzer bekommen zuhause die volle Leistung vom Internetanbieter, ein Viertel surft nicht einmal mit der Hälfte der versprochenen Geschwindigkeit, so eine Erhebung der Bundesnetzagentur. Eine Umfrage des Verbraucherportals Finanztip kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Demnach haben 46 Prozent der Befragten zuhause regelmäßig Ärger mit dem Internet.

Langsames Internet: Preis mindern

Mit der Novelle des Telekommunikationsgesetzes müssen Verbraucher ab dem 1. Dezember 2021 nur noch für die Internet-Geschwindigkeit zahlen, die sie auch tatsächlich bekommen. Grundsätzlich gilt, dass der Internetanbieter dafür sorgen muss, dass die Geschwindigkeit beim Kunden am Internetanschluss ankommt. Um welchen Betrag Internetnutzer den Preis mindern können, lässt sich pauschal dagegen nur schwer festlegen. Nach Einschätzung von Finanztip müssen Kunden, die nur 50 Prozent der versprochenen Leistung bekommen, auch nur die Hälfte des Preises an ihren Anbieter zahlen. Dennoch empfiehlt das Verbraucherportal, vorerst die volle Rechnung unter Vorbehalt weiter zu zahlen. Denn ist der Verbraucher mit 100 Euro im Rückstand, kann der Anbieter das Internet einfach abdrehen, bis der Fall geklärt ist.

So gehen Verbraucher mit Internetproblemen vor

Einen mangelhaften Internetanschluss können Internetnutzer mit einem Test der Bundesnetzagentur unter www.breitbandmessung.de belegen. Die Ergebnisse können Kunden bspw. mit dem Musterschreiben unter https://www.finanztip.de/internet­anbieter/internet-langsam/ an ihren Anbieter schicken. Zuvor sollten eigene Fehlerquellen ausgeschlossen werden. Viele Probleme entstehen am Computer, in den W-Lan-Einstellungen oder dem Internet-Router. Liegt es nicht an der Technik zuhause, müssen Verbraucher dem Internetanbieter die Möglichkeit einräumen, das Problem zu lösen. Eine Frist von 14 Tagen reiche dafür vollkommen aus. Stellt sich der Anbieter quer, können sich Kunden an die Bundesnetzagentur oder die Verbraucherzentrale wenden.                    

Text: www.finanztip.de
Bild: a_korn©AdobeStock

Kommentare sind geschlossen.