Mäuse in der Wohnung

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Leserfrage:

Ich habe in einer ländlichen Gegend ein Einfamilienhaus vermietet. Eigentlich ein ganz ordentliches Mietverhältnis. Allerdings beklagen die Mieter schon seit einigen Jahren immer wieder Mäusebefall. Die Mäuse rumoren in den Zwischendecken des schon etwas älteren Gebäudes. Ich habe schon mehrfach ohne Erfolg eine Schädlingsbekämpfung vornehmen lassen. Nunmehr haben mir die Mieter eine Minderung der Miete um 7,5 Prozent angekündigt. Meine Frage ist nun, muss ich die Minderung hinnehmen, obwohl ich schon erhebliches Geld für den Kammerjäger ausgegeben habe? Ich verschulde dies doch auch nicht!

Antwort:

Ein Verschulden des Vermieters ist nicht erforderlich. Bei dem Mäusebefall handelt es sich zweifelslos um einen erheblichen Mangel, der die Gebrauchstauglichkeit der Mietsache deutlich einschränkt (§ 536 Abs.1 BGB). Wie hoch eine Mietminderung angesetzt werden kann, ergibt sich aus den Umständen des Einzelfalles. Das Amtsgericht Neustadt/Rübenberge sah einen Minderungssatz in ähnlicher Sache von 6,5 Prozent als gerechtfertigt an (Urteil vom 1.8.17, Az. 40 C 330/17). Schauen Sie sich nach einem fähigen Schädlingsbekämpfer um, es soll da ja auch Unterschiede hinsichtlich der Qualität geben. Dort verfügt man auch über eine Mietminderungstabelle.

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