Mietausfall und Grundsteuererlass

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Eine Leserin fragt:

In einer Ratgeber-Sendung im Fernsehen wurde erwähnt, dass man eine Grundsteuerreduzierung erreichen kann, wenn keine Mieteinnahmen erzielt wurden. Leider habe ich in der Eile nicht alles mitbekommen. Ich selbst habe einen Mietausfall gehabt und bin vielleicht betroffen. Was müsste ich dabei beachten?

Antwort:

Wenn Sie Vermieter sind, können Sie jedes Jahr bis Ende März einen Antrag stellen, der die Grundsteuer des Vorjahres verringert. Wenn Sie eine Immobilie vermieten und diese im Vorjahr leergestanden hat oder die Miete nicht oder nur unvollständig bezahlt wurde, steht Ihnen der Grundsteuer-Teilerlass zu. Die Höhe des Erlasses hängt von der Reduzierung der Mieteinnahmen ab. Bei vollständigem Ausbleiben der Miete reduziert sich dann die Grundsteuer um 50 Prozent. Bei Reduzierung von mindestens 50 Prozent der üblichen Jahreskaltmiete beträgt der Teilerlass 25 Prozent (siehe auch Ausgabe 3/18, Seite 135).
Wichtig: Anspruch haben Sie nur dann, wenn der Leerstand nicht von Ihnen verschuldet wurde, etwa bei Umbaumaßnahmen. Bei leerstehenden Wohnungen müssen Sie nachweisen, dass Sie sich um eine Vermietung bemüht haben (Makler, Anzeigen). Der Antrag wird formlos bei Ihrer zuständigen Gemeinde gestellt. Bei höheren Mietausfällen lohnt sich das immer.

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