Nachbarstreit mit WEG

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Frage:

Ich wohne in einem kleinen Städtchen in ländlicher Gegend, wo es relativ wenige Häuser mit Wohnungseigentum gibt. Nun wurden auf einem größeren Areal, an meinem Grundstück angrenzend, Fabrikgebäude abgerissen. Aufgrund der politisch gewollten verdichteten Bebauung wurden hier drei große Wohnblöcke mit insgesamt 21 Wohneinheiten, ausschließlich Eigentumswohnungen, errichtet. Alle sind noch nicht bewohnt. Am Ende wird es auf eine Eigentümergemeinschaft mit Verwalter hinauslaufen. Hierbei ist mir nicht klar: Sollte es je zu Differenzen oder Auseinandersetzungen, was ich natürlich vermeiden möchte, kommen, interessiert mich, an welche juristische Person ich mich dann halten muss. Ist der Verwalter verpflichtet, mir im Falle eines Falles den Namen eines einzelnen Wohnungs-eigentümers oder evtl. aller Wohnungseigentümer zu nennen? Ist das Grundbuchamt verpflichtet, mir weiterzuhelfen? Leider wurde das Grundbuchamt in unserem Ort aufgelöst und zentralisiert. Können Sie dazu etwas ausführen?

Antwort:

Wir haben Ihre Frage aus Verständnisgründen in vollem Umfang abgedruckt. Es ist uns aber nicht möglich, alle Varianten, die Ihre Fragestellung aufwirft, rechtlich zu beleuchten. Grundsätzlich regelt das Wohnungseigentumsgesetz die Außenvertretung einer Eigentümer-gemeinschaft. Der Regelfall bestimmt in § 27 Abs. 2, 3 WEG die Vertretung durch den Verwalter. Fehlt ein Verwalter, so vertreten alle Wohnungs­eigentümer gemeinsam die Gemeinschaft. Die Gemeinschaft kann aber durch Beschluss mit Stimmenmehrheit einen, oder mehrere Eigentümer zur Vertretung ermächtigen. Über das Grundbuchamt erhalten Sie nur Auskünfte, wenn Sie ein berechtigtes Interesse vorweisen können. Gegen die Gemeinschaft selbst haben Sie einen Auskunftsanspruch. An dieser Stelle können wir, wie oben schon erwähnt, alle denkbaren Möglichkeiten eines Rechtsstreites nicht behandeln. Sollte sich für Sie ein konkreter Anlass ergeben, wenden Sie sich bitte an Ihren Rechtsanwalt.

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