Netzverträglichkeitsprüfung – Besitzer von Photovoltaikanlagen können Gebühren zurückfordern

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Noch immer kommt es vor, dass Netzbetreiber den Besitzern von Photovoltaikanlagen Gebühren für die so genannte Netzverträglichkeitsprüfung in Rechnung stellen. Dabei dürfen – nach einem bereits im Mai 2015 veröffentlichten Hinweis der Clearingstelle EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) – Netzbetreiber keine Gebühren für Netzverträglichkeitsprüfungen verlangen.

Besitzer von Photovoltaikanlagen, denen Kosten für eine Netzverträglichkeitsprüfung in Rechnung gestellt wurden, können das Geld vom Netzbetreiber zurückfordern. Oft geht es dabei um nicht unerhebliche Beträge – teilweise mehr als 1.000 Euro hat mancher Anlagenbesitzer seinem Netzbetreiber gezahlt, wenn dieser eine Netzverträglich-
keitsprüfung vornahm, um zu ermitteln, ob eine geplante Photovoltaikanlage an das Stromnetz geschlossen werden kann.

Nicht alle Netzbetreiber halten sich jedoch an die Vorgabe der Clearingstelle und verzichten auf die Erhebung von Gebühren. Besitzer von Photovoltaikanlagen, die Rechnungen für Netz­verträglichkeitsprüfungen bezahlt haben, können das Geld mit ­einem formlosen Schreiben an ihren Netzbetreiber unter Hinweis auf die Veröffentlichung der Clearingstelle EEG zurückfordern. Sollte ein Netzbetreiber nicht auf das Rückzahlungsbegehren reagieren, bleibt es Betroffenen immer noch offen, einen Anwalt einzuschalten.

Der entsprechende Hinweis 2013/20 (https://bit.ly/2SlBmit) wurde bereits am 15. Mai 2015 veröffentlicht. Ein Hinweis der Clearingstelle EEG ist keine rechtskräftige Entscheidung. Es handelt sich vielmehr um eine juristische Einschätzung, damit Auseinandersetzungen rund um das EEG schnell und gütlich beigelegt werden können.

Text: HM
Foto: warrantbuffet©AdobeStock

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