DER NUTZGARTEN IM MÄRZ

0

Bei der Saat im Freien aufs Wetter achten!

Wer allerlei Gemüsearten im Garten zu eigenem Nutz und Frommen anbaut, richtet sich sicherheitshalber im März nach dem Wetter. Bevor man auf Beete im Freien sät, muss die Erde genügend abtrocknen und sich ausreichend erwärmen. Ist das geschehen, sind als erste dran: Spinat, Stielmus beziehungsweise Blattstielgemüse, Schnittsalat, Melde, Kresse, Petersilie, Kerbel, Sauerampfer, Palerbsen, Dicke Bohnen, Schwarzwurzeln, Radieschen, Möhren, Speiserüben und Zwiebeln. Man steckt Zwiebeln, Schalotten und Knoblauchzehen, pflanzt mehrjährige Gewürzkräuter. Alle Saaten und Pflanzungen sind gegen ungünstige Witterung mit Vlies oder Folie zu schützen.

Wer über ein Frühbeet oder Kleingewächshaus verfügt, kann freier planen. Vorgezogen für späteres Pflanzen werden Kopfsalat, Kohlrabi, Butterkohl, Wirsing, ­Blumenkohl, Brokkoli, frühe Kopfkohlsorten, Porree und Sellerie, gegen Ende März auch Tomaten und Paprika. Kleinere Haushalte, die weniger Gemüse brauchen, sparen sich die Jungpflanzenanzucht und kaufen Setzlinge zu.

In kühleren Gegenden empfiehlt es sich, Dicke Bohnen und Kartoffeln unbedingt vorzukeimen. Damit man möglichst früh besonders zarte Rhabarberstiele ernten kann, wird eine Pflanze mit Mistumschlag versehen und ein mit Folie bespannter Korb/Kiste übergestülpt.

Im Bereich von Obstbäumen und Beerensträuchern erledigt man zuerst Schnittmaßnahmen, zu denen eventuell bisher Gelegenheit und Zeit fehlten. Bis Ende des Monats muss das erledigt sein. Noch ist Zeit, bei voraussichtlich starkem Blütenbesatz einen schnellwirkenden Volldünger zu streuen, danach die Erde um die Gehölze vorsichtig zu lockern. Bei schon etwas älteren Bäumen im Grasland, deren Triebwachstum gefördert werden muss, bohrt man mit einer Eisenstange im Kronenbereich mehrere Löcher und gießt Düngelösung hinein.

Der Monat ist Pflanzzeit für praktisch alle Obstarten. Vorrangig gepflanzt werden Beerenobststräucher sowie Pfirsiche, Aprikosen und Mandeln. Es folgen Stein- und Kernobstarten. Schlusslichter sind Wein und Kiwi, deren Pflanzung bis ­April oder gar Mai zurückgestellt wird. Beste Plätze für sie: Vor Südmauern oder an besonnten Pergolen für Laubengänge.

Man kümmert sich ums Erdbeerbeet, lockert die Erde zwischen den Reihen, entfernt Unkraut und verteilt Kompost. Wo regelmäßig etwa Raupen von Knospenwicklern oder Frostspannern auftreten und erste zarte Blättchen gefährden, ist eventuell eine Austriebspritzung im Stadium des Knospenschwellens ratsam.     

Text und Foto: Ilse Jaehner

Kommentare sind geschlossen.