Präventiv Schimmel vermeiden – 6 hilfreiche Tipps

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Bildet sich in Wohnräumen Schimmel, kann das schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit der Bewohner haben. Diese zeigen sich beispielsweise durch Atembeschwerden oder Allergien. Hat sich der Schimmel erst einmal festgesetzt, beeinflusst das jedoch nicht nur die Gesundheit. Auch die dadurch nötigen Anti-Schimmel-Maßnahmen sind alles andere als günstig. Damit Schimmel gar nicht erst entsteht, sollten die folgenden 6 Ansätze beachtet werden.

Ursachen für Schimmel kennen

Um gezielt vorbeugende Maßnahmen treffen zu können, ist es wichtig zu wissen, wie und wann Schimmel entsteht. Die Schimmelsporen brauchen dafür bestimmte Bedingungen: eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit, genügend Wärme, Sauerstoff, einen eher niedrigen pH-Wert und ausreichend Nahrung (z.B. die Bausubstanz).

Wohnräume mit feuchter Luft und warmen Temperaturen sind also besonders anfällig für die Schimmelbildung. Aber auch kalte, feuchte Räume sind immer wieder betroffen. Wird in solchen Räumen zu wenig gelüftet und falsch geheizt, kommt es zu einem Feuchtigkeitsstau – der perfekte Nährboden für Schimmel.

Tipp Nr. 1: Regelmäßig und richtig lüften

Eine der effektivsten Methoden, um Schimmel zu vermeiden, ist das regelmäßige Lüften. Dadurch kann die Luftfeuchtigkeit niedrig gehalten werden, die Luft kann gut zirkulieren und Schimmelsporen haben es schwerer, sich festzusetzen. Die optimale Luftfeuchtigkeit für Wohn- und Schlafräume liegt bei rund 40-60 %. Diese kann im Normalfall durch ausreichendes Lüften erreicht werden. Im Badezimmer kann die Luftfeuchtigkeit mit 50-70 % etwas höher sein.

Für ein gutes Raumklima ist jedoch nicht nur die Regelmäßigkeit wichtig, sondern auch die Art, wie man lüftet. Stoßlüften ist sinnvoller als Dauerlüften, da ein besserer Luftaustausch stattfinden kann. Dabei reichen meist schon 5-10 Minuten aus, um einen Raum komplett durchzulüften. Für eine besonders gute Luftzirkulation lüftet man in dieser Zeit auf Durchzug.

Genügend zu lüften ist vor allem im Badezimmer wichtig. Beim Duschen bildet sich viel Wasserdampf, der sich an den Wänden und den Möbeln festsetzen kann. Nach dem Duschen sollte man also umgehen lüften, um die Feuchtigkeit aus dem Raum zu bekommen. Auch im Schlafzimmer gibt es ein erhöhtes Risiko für Schimmel. Der Körper dünstet in der Nacht viel Feuchtigkeit aus, die an den kühlen Wänden schnell kondensieren kann. Ein ausgiebiges Lüften am Morgen ist also ein absolutes Muss.

Tipp Nr. 2: Richtiges Heizen

Neben der Luftfeuchtigkeit ist auch sind auch die Zimmertemperaturen ein wichtiger Faktor, wenn es um die Vermeidung von Schimmel geht. Grundsätzlich sollte man darauf achten, dass die Temperaturunterschiede zwischen den Wohnräumen nicht zu groß sind. Für normale Wohnräume und das Badezimmer sind Temperaturen um die 20-23 °C optimal, das Schlafzimmer kann ruhig etwas kühler sein (rund 16-18 °C).

Außerdem sollte man es vermeiden, einzelne Räume komplett auskühlen zu lassen. In kalten Innenräumen kondensiert das Wasser in der Luft nämlich leichter und setzt sich an Fenstern, Wänden oder Möbeln ab, was wiederum Schimmelbildung begünstigt. Deshalb sollten auch kühle Räume, wie etwa das Schlafzimmer, ein wenig geheizt werden. Dafür eignen sich besonders jene Heizsysteme, die nicht nur die Luft, sondern auch Möbel und Wände erwärmen können (z.B. Infrarotheizungen). Dadurch bildet sich weniger Kondenswasser, die Schimmelbildung wird verhindert und man kann gleichzeitig sogar Energie sparen.

Tipp Nr. 3: Luftfeuchtigkeitsmesser anbringen

Um die Luftfeuchtigkeit und auch die Temperatur in den Innenräumen gut im Blick zu behalten, kann sich die Anschaffung eines Luftfeuchtigkeitsmessers (Hygrometer) lohnen. Dieser zeigt die wichtigsten Werte des Raumklimas an. Werden Luftfeuchtigkeit oder Temperatur zu hoch, kann man früh genug einschreiten und dem entgegenwirken – noch bevor sich Schimmel bildet.

Wer in ein Hygrometer mit größerem Funktionsumfang investiert, der bekommt ein Gerät, das viele verschiedene Werte misst, beispielsweise die Konzentration von Schimmelsporen in der Luft. So erkennt man frühzeitig, wann diese Konzentration einen kritischen Punkt erreicht und man Gegenmaßnahmen treffen sollte.

Tipp Nr. 4: Wäsche nicht in der Wohnung trocknen

Viele Leute trocknen ihre frisch gewaschene Kleidung auf einem Wäscheständer im Badezimmer oder Wohnzimmer. Durch die Feuchtigkeit, die die Wäsche an die Luft abgibt, steigt jedoch die Luftfeuchtigkeit im Raum sprunghaft an – sehr zur Freude der Schimmelsporen. Wird dann noch zu wenig gelüftet, ist Schimmelbildung nach einer gewissen Zeit vorprogrammiert.

Feuchte Wäsche sollte deshalb besser in einem speziellen Trockenraum oder im Freien getrocknet werden. An der frischen Luft trocknet die feuchte Wäsche – besonders bei warmen Temperaturen – sehr gut und vor allem schnell, ohne dass Schimmel befürchtet werden muss. Das Lufttrocknen funktioniert zudem auch bei kälteren Temperaturen und sogar bei Minusgraden problemlos.

Tipp Nr. 5: Möbel richtig platzieren

Des Weiteren sollte man beachten, dass die Luft im Raum ausreichend zirkuliert. So verhindert man, dass an bestimmten Stellen ein Luftstau entsteht, wo sich Schimmelsporen besonders wohlfühlen.

Um dem vorzubeugen, ist die Platzierung der Möbel ein ausschlaggebender Faktor. Besonders an Außenwänden ist das Schimmelrisiko nämlich erhöht. Deshalb sollten vor allem Möbel mit großer Oberfläche (z.B. Sofas) mit ein paar Zentimeter Abstand zur Wand aufgestellt werden. Steht das Möbelstück nicht direkt an der Wand, kann die Luft besser zirkulieren, was sich positiv auf das Raumklima auswirkt und Schimmel vorbeugt.

Tipp Nr. 6: Entfeuchter anschaffen

Wenn man der hohen Luftfeuchtigkeit einfach nicht Herr wird, dann lohnt sich die Anschaffung eines Luftentfeuchters. Dieser senkt effektiv die Luftfeuchtigkeit in allen Innenräumen und sorgt so für eine angenehmeres Raumklima und geringeres Schimmelrisiko.

Fazit: Einfache Methoden mit großer Wirkung

Die Vermeidung von Schimmel ist kein aufwendiges Unterfangen. Schon richtiges Lüften und effektives Heizen kann viel bewirken. Zudem kann das ein oder andere Gerät bei der Optimierung des Raumklimas behilflich sein. So wird Schimmelbildung schon im Keim erstickt und man muss ich sich keine Gedanken über eine teure Schimmelentfernung machen.

https://www.heatness.de/ratgeber/ideale-raumtemperatur/

Text: heatness
Bild: unsplash

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