Steuertipp – Schneeräumen ist eine haushaltsnahe Dienstleistung

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Viele Kommunen haben die winterlichen Streu- und Räumpflichten für die Bürgersteige auf die Anlieger übertragen. Hauseigentümer und Vermieter sollten diese Pflichten ernst nehmen, und falls sie selbst nicht Schnee fegen möchten, jemanden mit dem Streuen und Schneeschieben beauftragen. Dann müssen sie aber überwachen, ob der Beauftragte rechtzeitig und gewissenhaft räumt.

Auch wenn die Stadt die öffentlichen Wege räumen lässt, so muss sich der Hausbesitzer immer noch um sein eigenes Grundstück selbst kümmern und dort die Zuwege fegen, Eiszapfen und Schneeverwehungen vom Dach räumen, Außentreppen vom Schnee befreien, Zufahrtswege für Notfälle und die Müllabfuhr freihalten, Wege streuen.

Die gute Nachricht: Steuerbonus fürs Schneeräumen

Professionelles Kehren und Schneeräumen kann als „haushaltsnahe Dienstleistung“ steuerlich abgesetzt werden. Das gilt insbesondere auf dem eigenen Grundstück. Wer hier eine Profifirma beauftragt, der kann die Kosten in der Steuererklärung teilweise absetzen. Die Kosten für die Räumung des Gehweges vor dem Haus erkannten die Finanzämter in der Vergangenheit allerdings oft nicht an, sondern nur die Dienstleistung auf dem Grundstück selbst.

Inzwischen gibt es dazu ein Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH vom 20. 3. 2014, Aktenzeichen VI R 55/12), wonach auch der Winterdienst auf dem öffentlichen Trottoir als „haushaltsnahe Dienstleistung“ zählt, sofern der Immobilienbesitzer dazu verpflichtet ist.

Informationen: www.vpb.de
Foto: tdx/moustyk

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