Substanzschaden – Vermieter kann Werbungskosten sofort steuerlich geltend machen

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Hat ein Mieter nach einem Eigentümerwechsel einen Substanzschaden an der Immobilie verursacht, so können die Ausgaben für Reparaturen sofort als Werbungskosten geltend gemacht werden (BFH, Az. IX R 6/16).

Der Fall:

Der frischgebackene Eigentümer einer Mietwohnung trennte sich wegen verweigerter Nebenkostenzahlungen von seinem Mieter. Im Zuge der Rückgabe des Objekts zeigten sich erhebliche Schäden – unter anderem eingeschlagene Scheiben an den Türen und Schimmelbefall an den Wänden. Nun ging es darum, wie der Eigentümer die Reparaturausgaben absetzen könne, als anschaffungsnahe Herstellungskosten über einen längeren Zeitraum oder als Werbungskosten auf einen Schlag.

Das Urteil:

Der Bundesfinanzhof ging angesichts dieser schuldhaft verursachten Substanzschäden davon aus, dass es sich nicht um anschaffungsnahe Herstellungskosten handle, sondern um einen sofort geltend zu machenden „Erhaltungsaufwand“ und damit um Werbungskosten. Das sei anders zu bewerten als Aufwendungen für normale bauliche Maßnahmen im Zusammenhang mit einem Eigentumsübergang.

Text: LBS
Bild: Agnes©AdobeStock

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