Tropfende Dachrinne – Hausbesitzer haftet bei Glatteis

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Vorsicht Glatteis: Wenn eine Dachrinne undicht ist, kann sich das Wasser auf Wegen und Bürgersteigen sammeln und auf dem gefrorenen Boden entsteht nach kurzer Zeit eine dicke Eisschicht. Rutscht hier ein Fußgänger aus, kann er unter Umständen den Hausbesitzer zur Verantwortung ziehen, weil dieser seiner Verkehrssicherungspflicht nicht nachgekommen ist. Deshalb, sollten Schäden an der Dachrinne sofort behoben werden. Die sogenannte Verkehrssicherungspflicht bedeutet: Grundstückseigentümer müssen Nachbarn und Passanten vor Gefahren schützen, die von ihrem Grundstück und angrenzenden Wegen ausgehen. Das gilt ganz besonders im Winter. Gerade eine kleine Glatteisfläche ist oft schwer zu sehen. Damit niemand stürzt, muss der Hausbesitzer die Stelle sofort sichern, das Eis entfernen und die Ursache so schnell wie möglich beheben.

Ist die Dachrinne verdreckt, kann sie überlaufen und ebenfalls eine gefährliche Eisschicht entstehen lassen. Deshalb ist es wichtig, die Rinne regelmäßig zu säubern und auf Schäden hin zu untersuchen.

Wer einen Winterdienst beauftragt hat, gibt damit nicht die Haftung komplett ab – er muss kontrollieren, ob alle Gefahren beseitigt sind.

Wenn ein Hausbesitzer für einen Unfall haftet, springt in der Regel entweder die Privathaftpflicht oder die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung ein.

Quelle: R + V Versicherung
Foto: epr/PREFA

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