Unterhaltungselektronik – Alles smart, oder was?

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Im digitalen Zeitalter wachsen Fernsehen, Videospiele und Musik immer enger mit der Welt der Computer zusammen. Zu den Ergebnissen dieser Entwicklung gehört unter anderem Smart-TV – Fernsehgeräte mit ausgewählten Computerfunktionalitäten. Sie werden mit einem Router oder einem anderen Endgerät verbunden und verfügen über einen Netzwerkeingang und eine Netzwerkkarte, so dass eine WLAN- oder Kabelverbindung möglich ist. Ergänzend zu der Steuerung über die Fernbedienung können viele Smart-TVs via Sprach- oder sogar Gestensteuerung bedient werden. Dafür werden die Geräte mit einer Kamera und der zugehörigen Software ausgestattet, die bestimmte Muster erkennen kann. Führt man dann eine zuvor festgelegte Bewegung aus – zum Beispiel Arm und Daumen hoch – führt das Gerät die zugeordnete Aktion aus – zum Beispiel die Erhöhung der Lautstärke.

Besonders komfortabel: Hybrid broadcastbroadband TV (kurz: HbbTV), ein anerkannter Standard für Hybrid-TV, welches den Nutzer analog zum altbekannten Videotext mit zusätzlichen Informationen des Programmanbieters versorgt und neue, umfassendere Möglichkeiten zur Informationsdarstellung und Navigation bietet. Entsprechend angepasste Fernbedienungen lassen sogar zu, auf dem heimischen Bildschirm Video-Games zu spielen.

Notebook, Netbook oder Ultrabook

Immer häufiger liest man in diesem Zusammenhang auch von Notebooks, Netbooks oder Ultrabooks – aber wofür genau sind diese Geräte eigentlich geeignet und worin unterscheiden sie sich? Wo liegen Vor- und Nachteile? Welche Stärken und Schwächen haben sie bei den einzelnen Anwendungen? Die gute Nachricht gleich vorweg: Für jeden Anspruch gibt es die passende Technik – bei der Kaufentscheidung kommt es also einzig und allein auf die individuellen Bedürfnisse und Nutzungswünsche an.

Foto: Lenovo

Das Notebook ersetzt sozusagen den “großen” PC. Es verfügt über ausreichend Power, sprich Arbeitsspeicher für rechenintensive Aufgaben, wie zum Beispiel 3D-Computerspiele, Videoschnitt oder Bildbearbeitung. Vorteil gegenüber dem Desktop-Rechner: Eine hohe Flexibilität, denn das Gerät ist leicht zu transportieren und kann mehrere Stunden ohne Stromzufuhr betrieben werden.

Foto: Toshiba

Ein Netbook ist besonders geeignet, um unterwegs E-Mails zu checken, im Internet zu surfen oder kurze Texte und Notizen zu verfassen. Es ist kleiner und wesentlich leichter als ein Notebook – ein CD- oder DVD-Laufwerk sucht man dafür vergeblich. Die etwas ungewöhnliche Bildschirmauflösung von 1024 x 600 Pixeln sorgt dafür, dass man sich mobil wunderbar Fotos anschauen kann, Bildbearbeitung macht auf dem Gerät aus eben diesem Grund aber überhaupt keinen Spaß.

Foto: Lenovo Yoga

Beim Ultrabook handelt es sich um ein besonders leichtes und dünnes Notebook, welches nur mit dem Nötigsten ausgestattet ist und sich deshalb sehr bequem transportieren lässt. Folgende Vorgaben gelten, wenn ein Computerhersteller ein Modell als Ultrabook zertifizieren lassen möchte: Das 13-Zoll-Display befindet sich in einem hochwertigen, leichten und äußerst flachen Gehäuse aus Aluminium oder auch Karbon. Die Schnittstellen sind in der Regel auf zwei USB 3.0-Ports, einen Ethernet-Port, einen HDMI- und Kopfhörerausgang beschränkt. Hinzu kommt ein SD-Kartenleser. Die Prozessoren zeichnet ein besonders niedriger Stromverbrauch aus. Eine SSD-Festplatte gewährleistet extreme Schnelligkeit – unter anderem sorgt sie dafür, dass das Gerät binnen zwei Sekunden aus dem Stand-by Modus „aufwacht“.

Smartphone oder Tablet

Zu den kleineren mobilen Endgeräten des digitalen Zeitalters gehören das Smartphone und das Tablet. Smartphones haben eine kleinere (Bildschirm-)Größe – das ist vorteilhaft, weil sie in jede Tasche passen und man mit ihnen bequem mobil telefonieren kann. Nachteil: Das kleine Display ist nicht sehr lesefreundlich, vor allem wenn Websites nicht im so genannten responsive Design angelegt sind. Dafür verfügen sie aber meistens über eine gute Kamera, die sich durch eine relativ hohe Pixelanzahl und einen Bildstabilisator auszeichnet. Tablets punkten dagegen mit einer hohen Nutzerfreundlichkeit beim mobilen Surfen: Unterwegs E-Mails checken, in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit ein E-Book oder die neuesten Nachrichten lesen, am Abend auf dem Sofa Onlinekäufe tätigen. Beide sind in erster Linie konzipiert, um Kommunikation und Datenaustausch zu vereinfachen. Im Bereich der Hausautomation, auch Smart Home genannt, spielen sie als Steuerungszentrale eine wesentliche Rolle.

Bluray Disc (BD)
Digitales optisches Speichermedium mit sehr hoher Datenrate und Speicherkapazität.Für Filmaufzeichnung und -wiedergabe in hochauflösender Qualität und mit optimalem Sound.

Digital Video Disc / Digital Versatile Disc (DVD)
Nachfolger der VHS-Kassette mit höherer Kapazität als eine CD sie bieten kann. Je nach Format einmal (DVD-R, Recordable) oder mehrfach beschreibbar (DVD-RW, Rewritable).

Video on Demand (VoD)
„Video auf Anforderung“ oder „Abrufvideo“. Digitale Videos, die bei einem Online-Dienst heruntergeladen oder per Video-Streaming direkt angesehen werden können. Voraussetzung: Breitband-Internetzugang und hohes, besser unbegrenztes Datenvolumen.

Noch relativ neu ist die Geräteklasse der so genannten Wearables, also zum Beispiel Smartwatches, Smartglasses oder ActivityTracker. Sie zeichnen über unterschiedliche Sensoren Daten auf und verarbeiten diese entweder selbst oder übertragen sie an ein mitgeführtes Smartphone.

Text: Katrin Täubig
Fotos: Philips; Lenovo; Toshiba; Lenovo Yoga; Samsung

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