Unterliegt der Wohnungsverkauf Beschränkungen?

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Frage:

Ich bin Eigentümerin einer Wohnung, die ich gerne verkaufen möchte. Die Wohnung habe ich geerbt und mich, bis auf die wenigen Kontakte mit dem Verwalter, darum nicht gekümmert. Auf den Eigentümerversammlungen war ich nicht. Mit den ­Mietern lief immer alles gut. Nun lese ich in einer Zeitschrift etwas von einer „Veräußerungsbeschränkung“. Es hieß dort, ich müsse die Zustimmung der anderen Eigentümer zum Verkauf einholen. Kann ich denn mit meinem Eigentum nicht verfahren, wie ich möchte?

Antwort:

Die freie Verfügungsbefugnis über Ihr ­Eigentum wird in § 12 WEG etwas eingeschränkt. Nach dieser Vorschrift kann in der Teilungserklärung vereinbart werden, dass der Eigentümer im Falle der Veräußerung die Zustimmung der anderen ­Eigentümer oder eines Dritten, im Regelfall des Verwalters, einholen muss. Sinn dieser Vorschrift ist es, die Gemeinschaft der Eigentümer vor der Mitgliedschaft unerwünschter Personen zu schützen. Bei Versagung der Zustimmung darf es sich jedoch nur um wichtige Gründe, die in der Person des Erwerbers begründet sind, handeln. Meistens ist diese Angelegenheit eine Formsache. Sprechen Sie darüber mit ­ihrem Verwalter. Im Zweifel lassen Sie sich bitte durch einen Fach­anwalt für Wohnungseigentumsrecht ­beraten.

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