Vor dem Sommer – Solaranlage und Batteriespeicher überprüfen

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Photovoltaikanlagen auf dem Dach können im Winter von Schnee, Eis, Hagel und Laub beschädigt werden. Das reduziert möglicherweise die Stromerträge in der sonnenreichen Jahreszeit deutlich. Eigentümer sollten deshalb rechtzeitig einen Solaranlagencheck in Auftrag geben. Größere Schäden lassen sich selbst erkennen. Eine genaue Überprüfung, das professionelle Entfernen von Schmutz sowie eine mögliche Reparatur sollten jedoch Fachleute übernehmen. In diesem Zuge lohnt sich auch eine Inspektion des Stromspeichers. Wer die Überprüfungen im Frühjahr vornimmt, sichert sich im Sommer maximale Stromerträge.

Nur ein Fünftel der jährlichen Stromerzeugung einer Solaranlage entfallen auf die Monate Oktober bis März. Im Herbst und Winter entstehen jedoch die meisten Schäden an den Solarmodulen auf dem Dach. Die Gründe sind Niederschläge, Vereisungen und Verunreinigung durch Vögel, herunterfallende Blätter oder Silvesterraketen. Auch kleine, versteckte Mängel können die Leistung der Anlage im Sommer empfindlich stören und sollten nicht unterschätzt werden.

Solarstrom im Eigenheim: Geräte selbst überprüfen
Ob die Anlage die kalte Jahreszeit größtenteils unbeschadet überstanden hat, können Hauseigentümer mit einfachen Schritten selbst überprüfen. Das gilt nicht nur für Photovoltaik-Anlagen, die Solarstrom erzeugen, sondern auch für Solar-thermieanlagen, mit denen Wasser erwärmt und gegebenenfalls die Heizung mit Sonnenenergie unterstützt wird. Auch bei Batteriespeichern lässt sich nachvollziehen, ob die Speicherung von Solarstrom für Bedarfszeiten noch einwandfrei funktioniert. Dadurch wird sichergestellt, dass möglichst viel der produzierten Energie auch selbst genutzt werden kann. Photovoltaikanlagen und Solarstromspeicher lassen sich mit einem Überwachungssystem leicht eigenständig kontrollieren: Auf digitalen Plattformen erhalten Hauseigentümer per Smartphone oder Computer Zugriff auf die Ertragsdaten der Anlage beziehungsweise die Leistung des Stromspeichers. So lassen sich die Daten mit den Werten des Vorjahres oder mit Durchschnittswerten aus dem Internet vergleichen (siehe Kasten). Starke Abweichungen nach unten beim erzeugten und gespeicherten Solarstrom sind ein Indiz für Defekte. Eine automatische Warnmeldung zeigt übrigens an, wenn Störungen die Funktionsfähigkeit der Geräte einschränken.

Detaillierter Check durch Fachleute
Neben der elektronischen Überwachung ist eine einfache jährliche Sichtprüfung der Solaranlage und des Speichers zu empfehlen. Dies können auch die Eigentümer vornehmen. Aber: Nicht alle Schäden sind sichtbar. Eine genaue Überprüfung und mögliche Reparaturen sollten Fachhandwerkern vorbehalten bleiben. Bei Solaranlagen ist eine professionelle Kontrolle alle zwei bis drei Jahre sinnvoll. Gibt es keine Auffälligkeiten, reicht bei Solarstromspeichern eine detaillierte Prüfung alle drei bis vier Jahre aus.

Wartungsverträge sichern automatische Kontrolle
Die Kosten für den Frühjahrscheck lassen sich steuerlich absetzen.
Mit einem Wartungsvertrag wird sichergestellt, dass die Wartung regelmäßig erfolgt. Hand-werker überprüfen die gesamte Anlage dann automatisch alle ein bis zwei Jahre. Aktuelle Informationen zur energetischen Sanierung von Wohnhäusern gibt es auch auf www.zukunftaltbau.de oder www.facebook.com/ZukunftAltbau.
Neutrale Informationen gibt es kostenfrei am Beratungstelefon von Zukunft Altbau unter 08000 12 33 33 oder per E-Mail an: beratungstelefon@zukunftaltbau.de

Foto: Zukunft Altbau

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