WEG-Zustimmung beim Verkauf

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Frage:

Mir gehört seit sieben Jahren eine Eigentumswohnung. Diese möchte ich demnächst verkaufen. Bekannte sagten mir nun, das könne ich nicht ohne Weiteres machen. Es bedürfe der Zustimmung der Eigentümergemeinschaft. Stimmt das? Kann ich denn nicht über mein Eigentum beliebig verfügen?

Antwort:

Ja, Ihre Bekannten haben schon Recht. In § 12 WEG wird die Veräußerungsbeschränkung geregelt. In der Teilungserklärung kann bestimmt werden, dass der Eigentümer im Falle einer Veräußerung die Zustimmung anderer Eigentümer oder eines Dritten benötigt. Sinn einer solchen Regelung ist es, die Gemeinschaft gegen das Eindringen unerwünschter Personen zu schützen. Für den Verwalter, der in der Regel der „Dritte“ ist, hat eine solche Regelung noch einen weiteren positiven Nebeneffekt: Er erfährt auf diese Weise frühzeitig von einem anstehenden Eigentümerwechsel. Achtung: Die Zustimmung darf nur aus wichtigem Grund verweigert werden. Dieser wichtige Grund muss in der Person des Erwerbers liegen! Es müssen Anhaltspunkte dafür vorhanden sein, dass der Erwerber die Rechte der anderen Wohnungseigentümer nicht beachtet, oder sich nicht in die Gemeinschaft einfügen wird. Im Zweifel wird Sie ein Fachanwalt beraten.

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