Zierkürbisse- Wir können beim Wachsen zusehen

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Haufenweise Zierkürbisse gibt es im Spätsommer und Herbst, man stolpert mitunter förmlich über sie und freut sich mit vielen Anderen über ein so reiches Angebot an Farbenvielfalt und skurrilen Formen. Gartenbesitzer können Zierkürbissen noch viel mehr abgewinnen, weil sie sie selbst kultivieren.

Auf diese Weise lernt man dann auch die ganze Pflanze kennen, nicht nur ihre Früchte. Die Stängel sind ziemlich dick, saftig und ein wenig borstig, die Blätter eindrucksvoll groß, schön herzförmig und ihrerseits etwas behaart. Die Blüten ­eifern den Blättern nach, groß, gelb leuchtend, voll mit Nektar für Bienen und Hummeln. Wenn die Pflanzen erst einmal aus dem Babyalter raus sind, wachsen sie rasant. Man sieht beim Wachsen zu und staunt: jeden Tag 3 oder 4 cm, mindestens. Mit Zierkürbissen kann man auch Kinder ausgezeichnet für die Gärtnerei begeistern!

Die Früchte kommen bei diesem fröhlichen Wachsen erst zum Schluss. Im Handel gibt es verschiedene Samenmischungen. Man kann also wählen, möge dabei aber nicht vergessen, dass auch Flaschenkürbisse sowie die überlangen Herkuleskeulen zu den Zierkürbissen zählen. Letztere kann man sogar nebenbei zu nützlichen Gegenständen verarbeiten, zu hübschen ­Gefäßen, Schalen und Tassen. Zierkürbisse generell erst dann ernten, wenn die Schale ganz aushärtete, andernfalls halten sie sich nicht.

Und nun schnell säen. Unbedingt vorziehen in kleinen Töpfen je 2-3 Samen bei 18-20 Grad. Töpfe nur halb füllen und erst ganz, wenn die Keimblätter nach wenigen Tagen über den Topfrand hinausgewachsen sind. Unbedingt gleichmäßig genügend feucht halten und viel Licht geben. Noch im Verlauf des Juni an einen sonnigen, warmen Platz pflanzen, für ausreichend Wasser sorgen, eventuell 2-4 mal nachdüngen. Zierkürbisse eignen sich hervorragend zum Begrünen von Holzzäunen, Pergolen, Maschendrahtzäunen und Ähnlichem.     

Text und Bild: Ilse Jaehner

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