Zuhause fühlen: 5 Tipps für die Raumgestaltung mit Wandfarben

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Wenn es um die Gestaltung des eigenen Zuhauses geht, ist häufig nur von Möbeln und Dekoration die Rede. Doch auch die Auswahl der Wandfarben spielt eine nicht unbedeutende Rolle. Schließlich beeinflussen Farben sowohl die Raumatmosphäre als auch das persönliche Wohlbefinden. Doch wie soll man sich nun für die richtige Wandfarbe entscheiden? Wir haben ein paar Tipps für Sie, wie Sie Ihrem Zuhause ein passendes Farbkleid verpassen können.

Tipp 1: Richtige Wandfarben verwenden

Die Wandgestaltung mit Farben liegt voll im Trend – und das nicht ohne Grund. Immerhin erzeugen Farben in jedem Raum eine ganz konkrete Stimmung und entscheiden darüber, ob wir uns zuhause fühlen. Im besten Fall sind Zimmer farblich so gestaltet, dass sie eine echte Wohlfühlatmosphäre ausstrahlen.

Mit den passenden Wandfarben können außerdem optische Effekte erzielt werden, die selbst den unbeliebtesten Raum einladend machen. Ein neuer Anstrich kann z. B. Räume kleiner oder größer wirken lassen sowie einen lebhaften oder zurückhaltenden Charakter vermitteln. Selbst unwillkommene, hohe Decken lassen sich mit der geeigneten Farbwahl optisch weiter nach unten ziehen.

Doch welche Wandfarben sind nun die richtigen für Ihr Zuhause? In erster Linie müssen sie natürlich Ihren Geschmack treffen, aber auch die jeweilige Farbwirkung sollten Sie auf keinen Fall außer Acht lassen – schließlich wirkt jede Farbe anders. Hier bekommen Sie einen Überblick über ein paar wesentliche Eigenschaften ausgewählter Farbtöne:

Tipp 2: Passende Farbkombinationen wählen

Wenn Sie Ihren vier Wänden einen neuen Anstrich verpassen möchten, müssen Sie sich nicht zwingend auf eine einzige Farbe festlegen. Sie können auch genauso gut mehrere umweltfreundliche Wandfarben miteinander kombinieren, um ein besonders stimmungsvolles Flair zu zaubern. Hier ist nur wichtig, dass Sie ausschließlich Farbtöne auswählen, die sich gegenseitig perfekt ergänzen – nur so schaffen Sie die gewünschte Wohnatmosphäre! Diese Möglichkeiten stehen Ihnen zur Auswahl:

  • Harmonische Wandfarben

Entscheiden Sie sich für zwei Farben, die im Farbkreis direkt nebeneinander liegen – diese harmonieren wunderbar miteinander. Wählen Sie z. B. Gelb und Orange für ein lebensfrohes Ambiente.

  • Komplementäre Wandfarben

Suchen Sie sich zwei Farben aus, die im Farbkreis genau gegenüber liegen (z. B. Grün und Rot, Gelb und Violett). Damit dieser Kontrast nicht überhandnimmt, legen Sie den Schwerpunkt am besten auf eine Farbe und peppen Sie sie mit der entsprechenden Komplementärfarbe auf.

  • Tonwertorientierte Wandfarben

Wählen Sie verschiedene Farbabstufungen der gleichen Farbfamilie, um eine stimmungsvolle Atmosphäre zu schaffen. Entscheiden Sie sich z. B. für eine Kombination aus Hell-, Mittel- und Dunkelblau.

  • Drei Farbtöne

Mögen Sie es gerne kunterbunt und lebendig? Dann gestalten Sie ausgewählte Räume in Ihrem Zuhause am besten mit drei Farbtönen auf einmal. Dazu kombinieren Sie drei Farben, die im Farbkreis ein gedachtes gleichseitiges Dreieck bilden:

Drei Farbtöne sind ideal, um ein lebendiges Wohnambiente zu schaffen (©polster-fischer.de).

Tipp 3: Helle Farben für kleine Räume

Kleine Räume wirken meistens bedrückend und alles andere als einladend. Doch das bedeutet noch lange nicht, dass es hier so bleiben muss – mit den richtigen Wandfarben lässt sich optisch für mehr Geräumigkeit sorgen. Entschließen Sie sich am besten für helle und kühle Farben, die raumvergrößernd wirken. Klassisches Weiß, zarte Pastellfarben oder erfrischende Blau- und Grüntöne sind ideal für winzige Räumlichkeiten.

Damit schmale Zimmer breiter erscheinen, streichen Sie die Seitenwände am besten in einem hellen Farbton und die Stirnwände in einem dunkleren, kühleren Farbton. Um eine niedrige Decke optisch zu erhöhen, halten Sie die Deckenfarbe in Weiß und lassen Sie sie ein Stück weit in den Raum hineinragen: Streichen Sie also die Wände nicht bis ganz zur Decke, sondern halten Sie einen Spalt frei.

Tipp 4: Dunkle Farben für große Räume

Während kleine Räume ein Gefühl von Niedergeschlagenheit vermitteln, mangelt es größeren, hallenartigen Zimmern meistens an Gemütlichkeit. Auch hier kann mit den passenden Farben getrickst werden, um den jeweiligen Raum optisch zu verkleinern und eine behagliche Wohlfühlatmosphäre zu schaffen.

Anders als in kleinen Räumen sollten Sie hier auf dunkle und warme Farben setzen (z. B. Brauntöne, Aubergine, Violett). Diese Farben werden häufig mit Nähe und Geborgenheit in Verbindung gebracht und sorgen deshalb für eine warme und einladende Stimmung. Damit die Farbgestaltung jedoch nicht zu aufdringlich erscheint, verpassen Sie besser nur einzelnen Wänden einen farbigen Anstrich – so erhalten Sie die gewünschte, angenehme Farbwirkung.

Tipp 5: Farbige Kontrastwand gestalten

Sie müssen nicht gleich den ganzen Raum in Farbe tauchen. Sie können auch nur eine einzige Wand farbig streichen, um einen stilvollen Kontrast zu setzen. Eine solche Kontrastwand können Sie z. B. im Ess-, Schlaf- oder Wohnzimmer kreieren. Sie ist nicht nur eine großartige Idee, um eine bestimmte Stimmung zu erzeugen, sondern auch um z. B. Kunstwerke, ein Bücherregal, eine Feuerstelle oder andere einzigartige Raumelemente gekonnt in Szene zu setzen.

Scheuen Sie sich nicht davor, eine kräftige Farbe für die Kontrastwand auszuwählen, aber berücksichtigen Sie in jedem Fall die Farbgestaltung der restlichen Wände. Schließlich sollen die einzelnen Farben miteinander harmonieren und sich nicht gegeneinander ausspielen. Seien Sie ruhig experimentierfreudig und probieren Sie es z. B. mit einer Kombination aus warmen und kalten Farben.

Fazit

Um eine echte Wohlfühlatmosphäre im eigenen Zuhause zu schaffen, spielen nicht nur Möbelstücke und Dekorationselemente eine Rolle. Bevor es überhaupt ans Einrichten geht, sollten Sie sich über den Wandanstrich in den einzelnen Räumen Gedanken machen. Mit unseren 5 Tipps in punkto Farbgestaltung fühlen Sie sich bestimmt zuhause!

Text: Florian Richter von https://www.polster-fischer.de/
Bild: polster.fischer.de

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